Gedenkstunde am 10. November 2019 Neue Erkenntnisse über jüdische Geschichte in Fürstenau

Von Jürgen Schwietert

Ergreifend: Bernd Kruse, hier mit zwei Schülerinnen der IGS, schildert die Ereignisse vor dem Haus mit dem Betraum. Archivfoto: Jürgen SchwietertErgreifend: Bernd Kruse, hier mit zwei Schülerinnen der IGS, schildert die Ereignisse vor dem Haus mit dem Betraum. Archivfoto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Am Sonntag, 10. November 2019, wird den im Nationalsozialismus verfolgten und später ermordeten Fürstenauer Bürgern jüdischen Glaubens gedacht. Dazu findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Marktkirche St. Georg statt. Außerdem werden Erinnerungssteine vor dem Haus mit dem ehemaligen Betraum in Fürstenau am Schwarzen Weg niedergelegt und Kerzen entzündet.

Der Gottesdienst beginnt um zehn Uhr. Pastorin Anke Kusche und Pastoralassistentin Anna Schwieger erinnern zur Eröffnung an die Ereignisse vor nunmehr 81 Jahren. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im ganzen Deutschen Reich Synagogen zerstört und jüdische Friedhöfe geschändet, Einrichtungen und Geschäfte zerstört, Menschen jüdischer Abstammung gefangen, gefoltert und in Konzentrationslager gebracht. Nach den einführenden Worten spricht Bürgermeisterin Manuela Nestroy.

Der Gedenkstein am Schwarzen Weg. Foto: Jürgen Schwietert

An die Ereignisse in Fürstenau wird Bernd Kruse, der sich der Erforschung der örtlichen jüdischen Geschichte verschrieben hat, erinnern. Dabei wird er auch auf neue Erkenntnisse eingehen. Sodann kommen Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Fürstenau zu Wort.

Nach dem Schlusswort und dem Segen findet der zweite Teil der Gedenkveranstaltung anschließend gegen 11.30 Uhr am Schwarzen Weg statt. 


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