Ehrenamtliche fehlen SoVD-Verbände wollen in der Samtgemeinde Fürstenau besser zusammenarbeiten

Von Jürgen Schwietert

Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit der SoVD-Ortsverbände in der Samtgemeinde Fürstenau loteten Andreas Schneider, Gerd Groskurt, Günter Eggelmeyer, Hermann Bruns, Angelika Lenz, Maria Buschermöhle, Waltraud Lebeda und Heinrich Dwenger aus. Foto: Jürgen SchwietertMöglichkeiten für eine Zusammenarbeit der SoVD-Ortsverbände in der Samtgemeinde Fürstenau loteten Andreas Schneider, Gerd Groskurt, Günter Eggelmeyer, Hermann Bruns, Angelika Lenz, Maria Buschermöhle, Waltraud Lebeda und Heinrich Dwenger aus. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau . Der Sozialverband Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Immer häufiger können Vorstandsposten nicht besetzt werden. Gerade aber ältere Menschen brauchen Unterstützung, damit sie an einer immer digitaler vernetzten Welt teilhaben können und nicht vereinsamen. Daher wollen die Ortsverbände in der Samtgemeinde Fürstenau künftig enger zusammenarbeiten.

In einem Gespräch zwischen Ortsverbänden des Sozialverbands Deutschland in der Samtgemeinde Fürstenau und Mitgliedern des Kreisvorstandes wurden nun Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet. In einer Gesellschaft, die immer mehr Wert auf Kontakte und Verknüpfungen in den sozialen Medien legt, wird für zahlreiche ältere Mitglieder eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben immer schwieriger, machte bei einem Treffen mit Vertretern der Ortsverbände der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt deutlich.  

Es droht ein Teufelskreis

Außerdem gebe es immer wieder größere Probleme, Vorstandsfunktionen in den Verbänden zu besetzen und damit diese am Leben zu erhalten. So entwickele sich ein Teufelskreis: Funktionen können nicht besetzt werden, Zusammenschlüsse drohen, Bürger vor Ort fühlen sich nicht mehr vertreten, nehmen die Angebote nicht mehr wahr.

Hinzu komme, dass engagierte Funktionäre immer stärker eingebunden würden, immer mehr Arbeit auf ihren Schultern bündelten und sich eines Tages nicht mehr in der Lage sähen, ihr Amt entsprechend ihrem Selbstverständnis ausüben zu können. Sie seien zunehmend frustriert und stellen dann ihr Amt zur Verfügung. Hinzu komme, dass bei den Veranstaltungen die Teilnehmerzahlen zurückgingen. Eine Überalterung drohe; der Nachwuchs fehle.

SoVD auf dem Wochenmarkt

Dem könne man entgegenwirken, hieß es bei dem Gespräch. Zum einen bestehe die Möglichkeit, Angebote für mehrere Ortsverbände zu öffnen. Zum anderen müsse die Werbetrommel gerührt werden. Informationsstände würden ebenso wie Tipps und Hinweise in Broschüren helfen. Daraufhin beschlossen die Ortsverbände aus der Samtgemeinde mit Unterstützung des Kreisvorstands, sich am Freitag, 22. November, auf dem Fürstenauer Wochenmarkt zu präsentieren und über die Arbeit des SoVD zu informieren.

Weiterhin wurde darüber beraten, Veranstaltungen der Ortsverbände für alle Ortsverbände aus der Region zu öffnen. Ebenfalls ist eine Broschüre zum Thema Nachbarschaftsfeste in Arbeit. Sie gibt Tipps und Informationen zu allen organisatorischen Fragen. Der SoVD will der Einsamkeit entgegenwirken. In diesem Zusammenhang macht er sich auch für Nachbarschaften stark.

Wie geht es in der Stadt Fürstenau weiter?

Auch die Situation in Fürstenau wurde beraten. Der Vorstand des SoVD hat seine Arbeit eingestellt. Es zeichnet sich aber eine Chance ab, dass die Arbeit weitergehen kann. Am Freitag, 18. November 2019, sind Interessierte eingeladen, sich über Vorstandsarbeit zu informieren. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Gasthaus Triphaus in Fürstenau an der Bahnhofstraße.  


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN