„Baukweiten-Janhinnerk“ nach Originalrezept Verein Torfwerk Hahnenmoor lädt zum Buchweizenfest ein

Wie vor 100 Jahren soll es am Sonntag beim Buchweizenfest zugehen. Foto: Verein Torfwerk HahnenmoorWie vor 100 Jahren soll es am Sonntag beim Buchweizenfest zugehen. Foto: Verein Torfwerk Hahnenmoor

Berge/Herzlake. Am Sonntag, 13. Oktober 2019, veranstaltet der Verein Torfwerk Hahnenmoor sein Buchweizenfest. Auf dem Gelände des Torfwerkes an der Grafelder Straße soll der Buchweizen wie vor 100 Jahren geerntet werden.

Mit Sichel und Sense mähen Mitglieder des Vereins Torfwerk Hahnenmoor Buchweizen, heißt es in der Ankündigung des Veranstalters. Mit Bicken werden die Buchweizenhalme aufgenommen und zu Gaben zusammengefasst. Die Gaben werden dann mit einem Spitzdrescher gedroschen.

Der Verein Torfwerk Hahnenmoor und die Gästeführerinnen der Samtgemeinde Herzlake bieten ab 14 Uhr verschiedene Buchweizenspezialitäten an, unter anderem den „Baukweiten-Janhinnerk“, einen nach Emsländischen Originalrezepten zubereiteten Buchweizenpfannekuchen mit typischen „Speckfenstern“.

Vielfältiges Programm für Jung und Alt

Darüber hinaus steht eine Vielzahl an Buchweizentorten zur Auswahl. Außerdem werden Produkte der Region angeboten. Besucher können sich auf eine Ausstellung von Hobbybastlern und Kunsthandwerkern freuen. Mit der Moorbahn kann man eine Rundfahrt auf dem Gelände des Torfwerkes unternehmen. Außerdem ist ein Spaziergang zum Aussichtsturm mit interaktiver Moorerlebnisstation zu empfehlen. Eine Ausstellung historischer Landmaschinen vom Oldtimerclub rundet das Programm auf dem Gelände ab. Die Jagdhornbläsergruppe gibt musikalische Einlagen.

Der Verein Torfwerk Hahnenmoor hat vor Jahren das Außengelände des Torfwerkes Hahnenmoor neu angelegt und als Moorlandschaft gestaltet. Auf dem Gelände wurde auch eine Fläche für die Buchweizeneinsaat vorgesehen. Nach entsprechender Vorbereitung des Bodens durch Grubbern und Eggen wurde der Buchweizen von einigen Vereinsmitgliedern im Juni ausgesät und mit der Egge eingearbeitet.

Das Gelände des Vereins Torfwerk Hahnenmoor. Foto: Verein Torfwerk Hahnenmoor

Die Pflanze – übrigens ein Knöterichgewächs und kein Getreide – ist sehr anspruchslos, erträgt aber keine Temperaturen unter drei Grad Celsius. Außerdem benötigt Buchweizen genügend Bodenwärme, um keimen zu können. Buchweizen ist eine alte, anspruchslose Nutzpflanze, die auch in kargen Heide- und Moorgegenden gedeiht.

Während der Moorkolonisation war das Knöterich-Gewächs ein wichtiges Nahrungsmittel der Moorbauern. Bei der „Moorbrandkultur“, einer frühen Form der Bodenbearbeitung, wurde das Moor zunächst entwässert, im Frühjahr in Brand gesteckt und in die heiße Asche die Buchweizensaat eingebracht. 


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