Ratsmitglieder packen mit an Ahmadiyya-Gemeinde pflanzt Friedensbaum in Bippen

Von Liesel Hoevermann

Eine Linde als Friedensbaum hat die Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft der Gemeinde Bippen geschenkt. Ihre Vertreter pflanzten sie gemeinsam mit Ratsmitgliedern in die Grünfläche am Busbahnhof. Foto: Liesel HoevermannEine Linde als Friedensbaum hat die Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft der Gemeinde Bippen geschenkt. Ihre Vertreter pflanzten sie gemeinsam mit Ratsmitgliedern in die Grünfläche am Busbahnhof. Foto: Liesel Hoevermann

Bippen. Auf der Grünfläche am Busbahnhof in Bippen steht jetzt auch eine Linde. Sie ist ein Geschenk der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft, deren Vertreter sie gemeinsam mit Bippener Ratsmitgliedern einpflanzten.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine Reformgemeinde innerhalb des Islam, die vor 130 Jahren von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad gegründet wurde, der von den Gläubigen als von Gott ausgewählter Messias und Mahdi verehrt wird. Die Anhänger treten ein für die ursprünglichen Werte des Islam, unter anderem für Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, Trennung von Religion und Staat und Beendigung gewalttätiger Aktionen im Namen der Religion.

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft hat nach eigenen Angaben viele Millionen Anhänger in 209 Ländern der Welt, in Deutschland sind es rund 40 000 Mitglieder in 250 Gemeinden.

Mit dem Pflanzen von Friedensbäumen sucht die Glaubensgemeinschaft Kontakt zu Städten und Dörfern wie jetzt in Bippen. Hier schenkten Vertreter der Osnabrücker Basharat Moschee der Gemeinde eine Linde, um damit ein wachsendes Symbol für Frieden und Freundschaft zu stiften, das auch als ein Bekenntnis der Muslime zu den Werten des Grundgesetzes und der Demokratie steht.

Bekenntnis zu den Werten der Demokratie

Dies betonte Sheikh Abdul Hannan als Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat gegenüber Bürgermeister Helmut Tolsdorf, der gemeinsam mit Dirk Imke und Günther Wissmann vom Gemeinderat sowie Kurt Freye vom Heimatverein an der Pflanzaktion teilnahm. Über das freundschaftliche Geschenk sei er ebenso erfreut wie über die Linde als bienenfreundlicher Baum, den er als Imker besonders zu schätzen wisse.

Auf der Grünfläche am Bippener Busbahnhof steht die Friedens-Linde jetzt in guter und gleichfalls bienenfreundlicher Gesellschaft zahlreicher Obstbäume, die zum Teil schon Früchte tragen wie die verschiedenen Apfelbäume.

Nach der gemeinsamen Pflanzaktion, zu der viele Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinschaft in die Maiburg-Metropole gekommen waren, folgten sie der Einladung der Bippener Gastgeber ins örtliche Heimathaus. Die servierten ihren Gästen dort Kaffee und Kuchen, diese revanchierten sich mit typischen Leckereien aus ihrer pakistanischen Heimatkultur. Eine gute kulinarische Basis für freundschaftliche Gespräche zu diversen Themen.


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