"Wasser Marsch" für Nachwuchslöscher Elf angehende Feuerwehrleute in Berge ausgebildet

Von Jürgen Schwietert

Angehende Feuerwehrleute in Aktion: Auch wie die Wasserversorgung gesichert wird, müssen die Prüflinge sicher abrufen können. Foto: Jürgen SchwietertAngehende Feuerwehrleute in Aktion: Auch wie die Wasserversorgung gesichert wird, müssen die Prüflinge sicher abrufen können. Foto: Jürgen Schwietert

Berge. Elf junge Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, haben jetzt das Rüstzeug für ihre Feuerwehrkarriere erhalten. Sie absolvierten die Truppmannausbildung (Teil I) und bestanden die entsprechende Prüfung am Feuerwehrhaus in Berge vor den kritischen Augen zahlreicher Gäste aus den Reihen der Politik, Feuerwehr und Verwaltung.

Zum Auftakt der Prüfung hieß Gemeindeausbildungsleiter Jörg Nordsieke Gäste und Lehrgangsabsolventen willkommen. Umgehend ging es in den theoretischen Teil der Prüfung. Hier wurde das erforderliche Grundwissen zu den Themen Rechtsgrundlagen und Organisation, Funktionen und Dienstgrade, persönliche Ausrüstung und Normierung, Löschgeräte, Schläuche und Armaturen sowie Löschmittel und Löchwasserversorgung und die Gruppe im Löscheinsatz abgefragt.

Die frisch gebackenen Feuerwehrleute (sitzend) mit Ausbildern und Gästen. Foto: Jürgen Schwietert

Sodann zeigten die jungen Nachwuchslöscher in der Praxis einen Brandangriff von der Befehlsgebung bis hin zum erfolgreichen Brandangriff. Alle Handgriffe saßen. Die Tragkraftspritze (TS) wurde in Stellung gebracht, das Standrohr auf den Hydranten gesetzt und Wasser zur TS gefördert; der Druck verstärkt und das Wasser zum Verteiler befördert. Von hier aus wurden die drei Trupps mit ihren jeweiligen Strahlrohren mit Wasser versorgt und der Brand angegriffen. Im zweiten Teil der praktischen Prüfung ging es darum, vier Saugschläuche für die Entnahme von Wasser aus einer offenen Wasserentnahmestelle zu kuppeln, zu sichern und fachgerecht zu Wasser zu bringen.

Lob für Engagement der Ausbilder

Nach den Prüfungen hieß Jörg Nordsieke zahlreiche Gäste im Unterrichtsraum der Freiwilligen Feuerwehr Berge willkommen. Ortsbrandmeister Jörg Biemann galt ein Dank für die Unterstützung. Besonders aber wurde auch in den Grußworten die Leistung und das Engagement der Ausbilder, ohne die es keine entsprechende Lehrgänge geben würde, gewürdigt. Neben Jörg Nordsieke sorgten Helmut Gielians (Ausbildungsleiter in der Samtgemeinde Neuenkirchen), Jens Wehlage, Felix Braun, Dieter Dohm, Martin Kornhage, Udo Rolfes, Steffen Kleingerdes, Benno Vorndieke, Heino Krehe, Maximilian Gerweler, Markus Bokeloh, Eva-Maria Meese und Maik Geers dafür, dass die neuen Feuerwehrleute jetzt über das entsprechende Fachwissen verfügen und unter Anleitung die auf sie zu kommenden Anforderungen fachgerecht bewältigen können. 

Die Prüflinge in Aktion. Foto: Jürgen Schwietert

Für die Politik der Samtgemeinde Fürstenau ging der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Jörg Brüwer auf die Herausforderungen für die Feuerwehren in der Vergangenheit, besonders aber in der Zukunft ein. „Sie sind komplex und werden immer schwieriger. Dafür ist es erforderlich entsprechendes Fachwissen zu haben“, betonte er. Es sei viel Zeitaufwand und Übung erforderlich, um zu einem positiven Abschluss zu kommen. Brüwer betonte auch die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehren.

„Ich finde es toll, dass ihr eure Freizeit opfert."Magdalena Föcke

Für die Verwaltung gratulierte Sachbearbeiterin Magdalena Föcke. „Ich finde es toll, dass ihr eure Freizeit opfert. Ich finde es gut, dass hier Frauen dabei sind“, betonte sie. Sodann sprachen der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christian Mohs (Samtgemeinde Neuenkirchen) und Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen (Samtgemeinde Fürstenau).

Die Prüflinge in Aktion. Foto: Jürgen Schwietert

Berndsen sprach die Hoffnung auf entsprechende Feuerwehrkarrieren aus und wies auf die sich anschließende 80-stündige Ausbildung (Truppmann II) in den jeweiligen Ortsfeuerwehren hin. „Ich wünsche, dass ihr allzeit gesund aus den Einsätzen nach Hause kommt“, betonte er. Auf einen harmonischen Lehrgangsablauf ohne große Ausfälle ging Helmut Gielians ein. Für die Teilnehmer sprach Anna-Lena Geers. „Wir möchten uns für den schönen Lehrgang besonders bei den Gemeindeausbildungsleitern Jörg Nordsieke und Helmut Gielians bedanken“, sagte sie.

Im Schlusswort wies Jörg Nordsike auf die Änderungen in der Ausbildung hin, die der Nachwuchs auch gerne an die Altgedienten weiter geben darf.  


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