Manöverkritik fällt positiv aus Feuerwehren proben Ernstfall bei Firma Santel in Schwagstorf

Von Jürgen Schwietert

Eine beeindruckende Übung fuhren die Freiwilligen Feuerwehren aus Schwagstorf, Fürstenau und Merzen bei der Firma Santel. Foto: Freiwillige Feuerwehr SchwagstorfEine beeindruckende Übung fuhren die Freiwilligen Feuerwehren aus Schwagstorf, Fürstenau und Merzen bei der Firma Santel. Foto: Freiwillige Feuerwehr Schwagstorf
Jürgen Schwietert

Schwagstorf. Eine gelungene Übung absolvierten die Feuerwehren aus Schwagstorf, Fürstenau und Merzen bei der Firma Santel in Schwagstorf. Die drei Ortsbrandmeister Josef Hemme, Gunnar Tetzlaff und Martin Kornhage sind sich einig, dass dieses nicht die letzte gemeinsame Übung war.

Deutlich wurde weiterhin, dass das neue ELW 1 (Einsatzleitfahrzeug) hervorragende Dienste bei der Einsatzführung geleistet hat und im Sicherheitskonzept für die Samtgemeinde Fürstenau und Umgebung unbedingt notwendig ist.

Die gestellte Situation: Gegen Abend wird im Bereich der ersten Fahrzeughalle durch Angestellte der Firma Santel starker Rauch festgestellt. Sofort wird die Feuerwehr Schwagstorf alarmiert und das Gebäude evakuiert. Aufgrund der abzuleistenden Arbeiten werden die Feuerwehren aus Fürstenau und Merzen umgehend hinzu gezogen. Festgestellt wird, dass zwei Mitarbeiter der Firma und der Sohn des Firmeninhabers fehlen. Eine weitere Person ist in der zweiten Halle in eine Grube gestürzt. Bei dem Sturz hat sie sich schwere Verletzungen zugezogen. Aufgrund eines Rohrbruchs ist die Zufahrt von der Hauptstraße nicht möglich; die Hydranten sind nicht wasserführend.

Wasserversorgung muss aufgebaut werden

Der Einsatz: Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Josef Hemme werden die verschiedenen Aufgaben souverän abgearbeitet. Während für die verletzte Person in der Grube eine schonende Rettung nötig ist, müssen die drei vermissten Personen unter Atemschutz möglichst schnell gerettet werden. Parallel hierzu wird eine Verletztensammelstelle aufgebaut.

Weiterhin gilt es, eine Wasserversorgung von einem offenen Gewässer her aufzubauen. Zügig werden B-Schläuche ausgerollt, Tragkraftspritzen in Stellung gebracht und Wasser über mehrere hundert Meter zur Einsatzstelle transportiert. Mehrere Trupps unter Schwerem Atemschutz greifen den Brand an und bauen eine Riegelstellung zu den angrenzenden Gebäuden auf.

Gasflaschen in Sicherheit bringen

Erschwert werden die Löscharbeiten durch das Auffinden einiger Gasflaschen im Gebäude. Diese müssen unter gebührender Vorsicht in Sicherheit gebracht werden.

Das umfangreiche Aufgabengebiet wurde in Einsatzabschnitte mit entsprechenden Funkabschnitten unterteilt und dabei das Funkkonzept der Regionalleitstelle Osnabrück hervorragend umgesetzt.

Manöverkritik: Bei der anschließenden Manöverkritik zeigte sich Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken beeindruckt von der Fachkompetenz der vereinten Kräfte. Sie hätten die ihnen gestellten Aufgaben in der gebotenen Eile hervorragend abgearbeitet. Trütken dankte den rund 70 Feuerwehrleuten für ihren Einsatz sowie der Firma Santel. Die Übung wurde von Bernd Potthoff und Maximilian Gerweler ausgearbeitet und geleitet. 


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