Führungen durch das Heimathaus Mehrere Tausend Besucher beim Settruper Bauernmarkt

Von Jürgen Schwietert

Mit dem Unterschnitt werden die Balken in Form gebracht. Foto: Jürgen SchwietertMit dem Unterschnitt werden die Balken in Form gebracht. Foto: Jürgen Schwietert

Settrup. Bei familiärer Wohlfühlatmosphäre sind mehrere Tausend Besucher über den Settruper Bauernmarkt flaniert. Einziger Wermutstropfen war der Ausfall der Ballonfahrt. Pilot Jürgen Menger war zwar vor Ort, aber die Wetterlage ließ keinen Start zu. Die Sicherheit hat Vorrang.

Am Morgen gab es noch ein ordentliches Schauer, aber ab dann war alles gut. Die wenigen Regentropfen am Nachmittag ließen die Besucher noch nicht einmal nass werden. Nach und nach füllte sich das Gelände. Moderator Ernst Sülthaus versorgte die Besucher mit Informationen, stellte das denkmalgeschützte Heimathaus vor und bot anlässlich des Tags des offenen Denkmals mehrfach Führungen an. Und so erfuhr das Doppelheuerhaus mit Ursprungsort Ippenburg erneut eine gelungene Würdigung. Es liegt ja jetzt auch in gelungenem Ambiente inmitten der Anlage mit Backhaus, Pavillon und Remise.  

Eine kurze Rast und dann geht es weiter. Foto: Jürgen Schwietert

In allen Bauwerken sowie im großen Freigelände hatten Aussteller ihre Stände aufgebaut. Nach langer Zeit war Inge Runge mit ihren Bildern auch wieder mit dabei. Zu den Dauerbeschickern hingegen gehört der Hollensteder Wollgarten mit seinen Produkten, darunter schöne Blaudrucke. Die Fürstenauer Tafel war ebenso vertreten wie die Kinderkrebshilfe. Kupferkunst und Kunstschmiede, Drechsler und Seildreher beeindruckten ihre Zuschauer. Man konnte ihnen über die Schulter sehen und bekam hautnah mit, wie die Kunstwerke entstehen. Weit über 100 Stände sorgten für eine breite Vielfalt.

Kaninchen, Käse und Kürbisse

Eine interessante Ecke war auch der Kleintierbereich mit  Kaninchen, Hühnern verschiedener Rassen, Tauben und einer kleine Auswahl an Ziervögeln. An einer anderen Ecke präsentierte die Schäferei Mithöfer verschiedene Schafe und Ziegen, aber auch ein Pony. Floh- und Trödelmarktbereich sowie Budengassen mit Ständen voller hochwertiger Angebote ergänzten sich. Eine breite Vielfalt von Kürbissen und Herbstgestecken sowie Stauden, aber auch Obst und Käse sowie Kräuter wechselten den Besitzer. Besonders zogen die historischen Geräte mit Sägegatter, Dreschkasten, Strohpresse und Mühle, alle funktionstüchtig und durch historische Motoren oder Traktoren angetrieben, die Zuschauer an.

Alte Motoren und Pumpen faszinieren immer wieder. Foto: Jürgen Schwietert

„Es kommt nicht auf die letzten tausend Besucher, es kommt auf die Atmosphäre an“, freute sich der Vorsitzende des Heimatvereins Settrup, Thomas Wagner, über die gelungene Veranstaltung. Auch Marktleiter Wolfgang Meyer und Ernst Sülthaus zogen eine positive Bilanz. Ein Aushängeschild des Bauernmarktes ist das umfangreiche Kuchenbuffet. Mehr als 100 Kuchen und 30 Kilogramm Weggen waren am späten Nachmittag ausverkauft. „Unter der Regie von Lore Lah hat das Buffetteam hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Ernst Sülthaus. „Settrup hat ungefähr 340 Wahlberechtigte. Ein Drittel davon ist jetzt im Einsatz gewesen“, so Sülthaus weiter. Dazu gehörte auch das Team in der Kartoffelpufferschmiede, die ihren Betrieb mangels Nachschub am frühen Abend einstellen musste. 

Für alle Helfer, besonders für das Parkplatzteam sowie für die Freiwillige Feuerwehr Fürstenau und für den Sanitätsdienst vom Deutschen Roten Kreuz, gab es ein herzliches Dankeschön. Nach dem Bauernmarkt ist vor dem Bauernmarkt. Und so laufen die Planungen für den 29. Bauernmarkt am 13. September 2020 schon an.


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