Sanierung abgeschlossen Orgel der Lutherkirche in Berge klingt wieder hochromantisch

Begeistert vom neuen Klang der historischen Orgel in der Berger Lutherkirche zeigten sich jetzt Katrin Seelenbinder, Jürgen Loharens, Bernd Diekherbers, Georg Schloetmann und Hartwig Brockes. Foto: Peter SelterBegeistert vom neuen Klang der historischen Orgel in der Berger Lutherkirche zeigten sich jetzt Katrin Seelenbinder, Jürgen Loharens, Bernd Diekherbers, Georg Schloetmann und Hartwig Brockes. Foto: Peter Selter

Berge. Die Sanierung der hochromantischen Orgel in der evangelischen Lutherkirche in Berge ist abgeschlossen. Orgelbauer, Revisor und Gemeindevertreter sind begeistert.

"Die Orgel hat sich ausgegähnt" betonte der Orgelrevisor der Evangelischen,Landeskirche Hannovers Hartwig Brockes, der zusammen mit Orgelbauer Georg Schloetmann und Gemeindevertretern jetzt die offizielle Abnahme der in diesem Jahr durchgeführten Sanierungsarbeiten an der historischen Orgel begleitete. 

Wenig kraftvoll und nicht mehr dem ursprünglichen Klangbild entsprechend habe die Orgel, die im Jahr 1907 von den Gebrüdern Rohlfing aus Osnabrück gebaut wurde, bis zum vergangenen Jahr geklungen, sagte Hartwig Brockes. Vor rund vier Jahren habe man damit begonnen, die Sanierung zu planen. Ziel und Auftrag sei es gewesen, dem spätromantischen Klangideal möglichst wieder zu entsprechen. Es handele sich um eine sehr einmalige Orgel. Das zeige sich auch an der raffiniert kombinierten mechanischen und pneumatischen Tonsteuerung. Gleich mehrfach sei während der Arbeiten auch der Winddruck der Orgelanlage angepasst worden, so Brockes. 

Orgel komplett auseinandergebaut

Da die Orgel seit dem Jahr 1984 unter Denkmalschutz stehe, konnten die erforderlichen Sanierungskosten von rund 67000 Euro zur Hälfte vom Bund und zu weiteren Teilen von der Landeskirche Hannovers sowie dem Kirchenkreis Bramsche aufgebracht werden, erklärte der Revisor. 

Foto: NOZ MEDIEN


Eine Sanierung sei immer ein Herantasten an ein solches Instrument, das ein individuelles Eigenleben habe, betonte der beauftragte Orgelbauer Georg Schloetmann von der Firma E. Hammer Orgelbau aus Hemmingen. Gerade die verschiedenen zeitlichen Abschnitte in der Geschichte der Orgel mit weitgehenden Eingriffen in den 1930er- und 1950er-Jahren hätten es erforderlich gemacht, die Orgel komplett auseinanderzubauen. 

Arbeiten mit viel Liebe zum Detail

Als "sehr gelungen" befanden jetzt anlässlich der Abnahme der Orgel auch Pastorin Katrin Seelenbinder, Pastor Jürgen Loharens sowie Bernd Diekherbers als Kirchenvorstandsvorsitzender das Ergebnis der Arbeiten, die mit viel Liebe zum Detail von den Musikexperten ausgeführt worden seien, so die Gemeindevertreter.

Ganz abgeschlossen sei die Revision der Orgel aber noch nicht, erklärte Hartwig Brockes. Im Laufe der Arbeit habe sich herausgestellt, dass die Klangfarbe der "3-fach-Mixtur", bei der zwei alte Pfeifen zum Einsatz kommen würden, erneuert werden müssten. Die Pfeifen würden derzeit angefertigt. 

Eine Klangfarbe wird noch später in der Orgel der Lutherkirche installiert. Die erforderlichen Pfeifen werden derzeit noch angefertigt. Foto: Peter Selter


In der zweiten Jahreshälfte werde es voraussichtlich ein Abendgottesdienst geben, der musikalisch auf die Orgel abgestimmt, sagte Jürgen Loharens. Aber bereits jetzt sei die Orgel mit ihrem neuen angenehmen Klangbild ja bei allen Veranstaltungen zu hören. "Kommen Sie gerne zum Gottesdienst und überzeugen Sie sich davon", so der Pastor.   


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