Gemeinsames Treffen Fürstenauer Vereine wollen besser zusammenarbeiten

Von Jürgen Schwietert

Gemeinsam mit mehreren Vereinsvertretern diskutierten Thomas Wagener, Antigone Mally, Claus Beumler, Manuela Nestroy und Jan Homme (Jugendparlament). Foto: Jürgen SchwietertGemeinsam mit mehreren Vereinsvertretern diskutierten Thomas Wagener, Antigone Mally, Claus Beumler, Manuela Nestroy und Jan Homme (Jugendparlament). Foto: Jürgen Schwietert
Jürgen Schwietert

Fürstenau. Wie kann die Vereinsstruktur in Fürstenau verbessert werden? Welche Formen der Zusammenarbeit sind möglich? Wie können Synergien generiert werden? Das wurde jetzt diskutiert.

Eine Runde von Vereinsvertretern kam mit Bürgermeisterin Manuela Nestroy, Stadtdirektor Benno Trütken, der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Fürstenau, Antigone Mally (Freiwilligenagentur), sowie Claus Beumler, dem Vorsitzenden des Vereins Fürstenau aktiv, zusammen. Deutlich wurde: Es muss mehr miteinander gesprochen, sich gegenseitig unterstützt werden. 

Im Sitzungssaal des Schlosses zu Fürstenau führte Thomas Wagener, Leiter Fachdienst II Bürgerservice und Soziales, in die Thematik ein. Gemeinsames Ziel sei es, Wege der Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung sowie Terminabsprache und Koordination zu erreichen. Manuela Nestroy stellte die Vereinsstruktur in Fürstenau vor. Es gebe 52 Vereine – Chöre, Parteien und Sozialvereine ausgenommen – die mit ihrer engagierten Vereinsarbeit gute Angebote vorhalten. 14 dieser Vereine bilden einen direkten Mehrwert für Fürstenau, denn sie engagieren sich mit ihren Angeboten für die Stadt und ihr Ansehen und bewirken damit eine Attraktivitätssteigerung Fürstenaus.

Zahlreiche Vereinsprojekte

Nestroy stellte zahlreiche Vereinsprojekte, die positiv für Fürstenau wirken, vor. Dazu gehört das Projekt Amtsgefängnis ebenso wie die Ausgrabungen an der Schlossbrücke, die Kunstspur und Kunstausstellungen aber auch die Schlosskonzertreihe und die engagierte Arbeit der Beetpaten sowie das Engagement von Organisationen bei der Fürstenauer Kirmes. Weiterhin nannte sie auch das Burgfest sowie Weihnachtsmarkt und Martinszug.

Ein Ziel sei es, dass Wir-Gefühl weiter zu stärken, neue Ideen und Projekte zu entwickeln, Manpower ebenso zu bündeln wie finanzielle Mittel. Eine Vernetzung der Vereine biete entsprechende Chancen. Ob hierzu ein Überbau notwendig sei, blieb in der Diskussionsrunde zunächst offen. Festgelegt wurde aber, sich in einem etwas kleinerem Kreis erneut zu treffen, um Chancen und Möglichkeiten auszuloten. 

Fehlende Manpower

„Dieses ist ein guter Ansatz, um mehr voneinander zu erfahren“, sagte Jürgen Sander (Stadtstiftung). Oft fehle hier und da Manpower bei Projekten, so Martina Erdwiens (Werbegemeinschaft). „Wir wollen versuchen, das Vereine gemeinsam Projekte realisieren“, sagte Claus Beumler (Stadtmarketingverein). In den Vereinen müsse Begeisterung für eine Zusammenarbeit erzeugt werden, ergänzte Michael Kremkus (Fürstenau aktiv). 

Auf das Beispiel guter Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ging Birgit Ahaus (Früstenau aktiv) mit der Müllsammelaktion ein. Mit Maibaumaktion, Terminkoordination und eventuell Terminkalender wurden erste gemeinsame Aktionen angedacht. „Das Interesse an und für Fürstenau ist riesengroß“, sagte Werner Pries (archäologischer Arbeitskreis). Bei den Arbeiten am Amtsgefängnis, das unter Denkmalschutzaspekten in ein Erlebnishotel umgewandelt werde, sei er immer wieder angesprochen worden. Deutlich wurde, dass eine Verzahnung zwischen Haupt-und Ehrenamt erforderlich sei, dass es aber auch entsprechende finanzielle Mittel und unter Umständen eine Risikoabsicherung geben müsse. „Wir nehmen alle mit“, betonte Manuela Nestroy. Sollte dieses Projekt ein Erfolg werden, kann es gut auf alle Fürstenauer Vereine und die Vereine in den Ortsteilen übertragen werden.


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