Vorstand will Ämter niederlegen Endet die Ära des Sozialverbands in Fürstenau?

Von Jürgen Schwietert

Es soll weitergehen in Fürstenau, sind sich Magdalene Köckler, Heinrich Dwenger, Gerd Großkurt und Waltraud Lebeda einig.
Foto: Jürgen SchwietertEs soll weitergehen in Fürstenau, sind sich Magdalene Köckler, Heinrich Dwenger, Gerd Großkurt und Waltraud Lebeda einig. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. In dieser Konstellation kamen die Mitglieder des Sozialverbands Fürstenau zum letzten Mal zusammen. Wenn sich kein neuer Vorstand findet, endet die Existenz des Ortsverbands Fürtenau am 30. Juni. Als Vorsitzende fungierte Magdalene Köckler seit 13 Jahren. Im Sommer verlässt das Ehepaar Köckler Fürstenau.

Zur eventuell letzten Versammlung des Ortsverbands Fürstenau begrüße Magdalene Köckler besonders den Kreisvorsitzenden Gerd Großkurt und den Regionalsprecher Arbeitskreis Altkreis Bersenbrück, Heinrich Dwenger. Die Gäste sprachen die Hoffnung aus, den Ortsverband zu erhalten. Nur: Es müssen sich Leute finden, die ehrenamtlich bereit sind, Vorstandsaufgaben zu übernehmen.

Rückblick: Eine gelungene Weihnachtsfeier war der Höhepunkt im vergangenen Jahr. Aus dem von Waltraud Lebeda vorgelegten Kassenbericht ging eine gesunde Kassenlage hervor. Sodann kündigte Magdalene Köckler an, dass die Vorstandsmitglieder zum 30. Juni ihr jeweiliges Amt niederlegen werden. Sie selbst wirkte 20 Jahre, davon 13 Jahre als Vorsitzende im Ortsverband mit.

Grußworte: In seinem Grußwort betonte der Kreistagsvorsitzende Gerd Großkurt, dass kaum bekannt sei, welchen Zeitbedarf ein Ehrenamt mit sich bringe. Der Großteil der Arbeit im SoVD laufe hinter den Kulissen. „Bis zum 30. Juni besteht noch die Möglichkeit, einen neuen Vorstand zu wählen. Wir müssen intensiv mit den Mitgliedern sprechen und eruieren, ob jemand bereit für dies Aufgabe ist“, merkte er an und sicherte die Unterstützung der überörtlichen Gliederungen zu. Es müsse für Fürstenau eine Zukunft geben. „Wir werden um den Erhalt des SoVD in Fürstenau kämpfen. Wir werden eine Planungsgruppe installieren, die Lösungswege finden wird“, so Großkurt.

Weiterhin forderte er dazu auf, Aktivitäten gemeinsam zu veranstalten. Wenn eine Ortsverband zu wenige Interessierte an einer Veranstaltung habe, könne diese durchaus gelingen, wenn sich mehrere Ortsverbände beteiligen. Gerd Großkurt bescheinigte dem scheidenden Vorstand eine engagierte Arbeit. Letzte Möglichkeit sei, die Mitgliedschaft in einen anderen Ortsverband zu verlagern oder der Zusammenschluss mehrerer Ortsverbände. „Wir müssen unsere Wurzeln bei unseren Mitgliedern lassen und sie pflegen“, betonte der Kreisbesitzende.

Wie Gerd Großkurt weitere berichtete, setzen 60 Prozent der Berechtigten ihre Ansprüche nicht durch. Hier engagiere sich der SoVD. Weiterhin ging er auf die fortschreitende Deregulierung ein. Es werde noch der Tag kommen, an dem vielen Menschen nur noch online Ärzte konsultieren können. „Wir müssen Nachbarschaften pflegen, Vereinsamung entgegen wirken“, forderte er. Und dieses müsse vor Ort und nicht in der großen Polter geschehen.


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