Innung: Meisterbetriebe fördern Auch Fürstenauer Friseure üben Kritik an Barber Shops

Von Jürgen Schwietert

Bei der Arbeit: Innungsobermeister Adolf Höveler setzt bei Jan Bernd Saller Kamm und Schere an. Foto: Jürgen SchwietertBei der Arbeit: Innungsobermeister Adolf Höveler setzt bei Jan Bernd Saller Kamm und Schere an. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. In der Jahreshauptversammlung der Friseurinnung Bersenbrück in Fürstenau standen die Aktivitäten des vergangenen Jahres neben der Problematik mit den sogenannten Barber Shops im Vordergrund. Innungsobermeister Adolf Höveler aus Fürstenau forderte, die Belange der Meisterbetriebe zu fördern.

Aktuelles: Chancengleichheit und auskömmliche Preise für alle sei ein Ziel der Innung, so Adolf Höveler. Gute handwerkliche Arbeit müsse auch mit Preisen vergütet werden, die den Betrieben mit ihren Leistungsspektren Sicherheit böten. „Wir haben nichts gegen Konkurrenz; sie belebt das Geschäft. Es geht aber nicht an, dass sich eine Reihe von Salons und Shops etablierten, die sich die Freiheit herausnehmen, Haare zu schneiden, obwohl sie es nicht dürfen“, betonte er. Festgestellt wurde, dass sich einige der Barber-Shop-Betreiber nicht an die gesetzlichen Regeln halten. Diese Shops dürfen ohne Meistertitel im Friseurhandwerk nur Barbierleistungen erbringen. Sie dürfen Bärte stutzen, aber nicht das Haupthaar schneiden. Weiterhin ist ihnen das Zupfen von Augenbrauen ebenso wenig erlaubt wie Kosmetikbehandlungen. Der Innungsobermeister machte deutlich, dass die Meisterpflicht mit recht bestehe. Schließlich werde am Menschen gearbeitet, chemische Produkte benutzt. Eine gute Ausbildung sei zwingend erforderlich. Sie sei Voraussetzung dafür, gute Qualität zu liefern. Es gelte, so Höveler, schwarze Schafe über verstärkte Kontrollen der Aufsichtsbehörden herauszufinden. Zuständig sei das Hauptzollamt in Osnabrück, hieß es seitens der Innung. Dieses nehme auch anonyme Hinweise entgegen und verfolge sie und informiere die zuständigen Ordnungsämter.

Rückblick: Auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahrs ging Adolf Höveler ebenfalls ein. Die Landesverbandstagung der Friseure in Ankum im See-Sporthotel wurde gut besucht. Alle Obermeister und Fachbeiratsmitglieder aus Niedersachsen nahmen teil.

Ausblick: Im Mai findet in Fürstenau erneut eine Ausbildungsmesse statt. Dabei wird auch neue Mode vorgestellt. Hierzu gibt es einen Film, der von jedem Innungsmitglied ausgeliehen werden kann. Weiterhin ist die Landesverbandstagung in diesem Jahr im See- und Sporthotel in Ankum mit der Friseurinnung Bersenbrück als Ausrichter geplant.


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