Sprengmeister zufrieden Sprengung der Fürstenauer Bomben ohne Probleme

Bis in den Abend harrten die Hilfskräfte aus, um auch den letzten evakuierten Anwohner wieder sicher nach Hause zu geleiten. Foto: Peter SelterBis in den Abend harrten die Hilfskräfte aus, um auch den letzten evakuierten Anwohner wieder sicher nach Hause zu geleiten. Foto: Peter Selter

Fürstenau. Um 20.20 Uhr erschütterten zwei Detonationen die Stadt Fürstenau. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsens hatte ganze Arbeit geleistet.

"Als wir den sieben Meter tiefen und gut 20 Meter breiten Sprengkrater sahen, wussten wir, dass alles gut funktioniert hat", sagte Sprengmeister Michael Crölle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsens. Einen Tag lang hatte der Fund der beiden schwergewichtigen Weltkriegsbomben auf dem Gelände des Freizeitparks Fürsten Forest Behörden und Anwohner in Atem gehalten.

Am späten Nachmittag hatten die Einsatzkräfte, darunter rund 90 Polizeibeamte damit begonnen, einen Umkreis von zwei Kilometern um die Fundstelle herum zu evakuieren. Nach einem letzten Rundflug eines Polizeihubschraubers um kurz von 20 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen und das Team um Michael Crölle, zu dem auch Sprengmeister Hans Mohr sowie Johann Hilmer und Thomas Gellendin gehörten, konnten sich auf die Sprengung konzentrieren. (Weiterlesen: Wie es an der IGS Fürstenau als Evakuierungszentrum während der Bombenentschärfung zuging)

340 Kräfte im Einsatz

Um 20.20 Uhr war es dann so weit. Mit zwei wuchtigen Detonationen, deren Erschütterung und Druckwelle über eine weite Strecke bis in die Stadt Fürstenau zu spüren war, war dem ursprünglich feindseligen Auftrag der Bomben ein Ende gesetzt. Zwischenzeitlich waren rund 340 Einsatzkräfte, von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Verwaltungseinheiten im Einsatz, um Straßen zu sperren, Häuser zu evakuieren und die kurzfristig gestrandeten Anwohner in der Fürstenauer Gesamtschule zu versorgen. 

Herzhafte Erbsensuppe hatten Thomas Karnstedt (links) und Thomas Gerth zusammen mit ihrem Team des Kreisverbandes Osnabrück-Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die evakuierten Anwohner und die Hilfskräfte vorbereitet. Foto: Peter Selter

Eine hoch professionelle und gute Kooperation hätten sie in Fürstenau erlebt, betonte Stadtdirektor Benno Trütken. Alle Hilfskräfte hätten reibungslos und effektiv zusammengearbeitet. Das sah auch Sprengmeister Michael Crölle so, der schon eine Stunde nach dem Abschluss der Arbeiten in Fürstenau schon wieder auf dem Weg ins heimatliche Rastede war. Schließlich müsse noch der Dienstwagen und der restliche Sprengstoff wieder in der Dienststelle abgegeben werden, so der Sprengmeister wie immer sehr unaufgeregt. (Weiterlesen: Wer ist der Mann, der in der Region die Blindgänger entschärft?)


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