Ehemalige Pommern-Kaserne Warum so große Bomben im Fürstenauer Offroad-Park zu finden sind

Die ehemalige Kaserne ist jetzt ein Offroad-Park. Archivfoto: Peter SelterDie ehemalige Kaserne ist jetzt ein Offroad-Park. Archivfoto: Peter Selter

Fürstenau. Die in Fürstenau gefundenen Bomben sind wesentlich größer als die "üblichen" Funde in der Region. Das könnte am Gelände liegen.

Fast auf den Tag genau vor elf Jahren wurde die damalige Pommern-Kaserne im Nordosten der Stadt Fürstenau an niederländische Investoren verkauft, die seitdem dabei sind, aus dem rund 360 Hektar großen Gelände einen Freizeit- und Ferienpark zu entwickeln. Viele Angebote wurde bislang verwirklicht, so dass sich das Gebiet als "Fürsten Forest" mittlerweile in der Szene der Offroad-Freunde international etabliert hat. (Weiterlesen: Wie läuft die Bombensuche im Fürsten Forest?)

Im Rahmen der Genehmigungsplanung waren in der Vergangenheit immer wieder Kampfmittelsondierungen erforderlich, da das Gelände insbesondere aufgrund eines damaligen Scheinflughafens zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und eines massiven Luftangriffs durch die US-Air-Force am 24. März 1945 als Kampfmittelverdachtsfläche gilt.

Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Granaten von Flugabwehrstellungen und einzelne Sprengbomben gefunden, die aber von ihrer Größe deutlich von den jetzt gefundenen Bomben abweichen. Wurden bisher häufiger sogenannte "100-Lips-Bomben" als Blindgänger der alliierten Luftangriffe mit rund 45 Kilogramm hochexplosivem Sprengstoff gefunden, seien die jetzt gefundenen Bomben eher mit einem Sprengplatz in Verbindung zu bringen, der nach Kriegsende von den Alliierten auf dem Gelände des damaligen Standortübungsplatzes eingerichtet wurde, wie es aus Kreisen der Fachleute vor Ort hieß. 

Wie die Samtgemeinde Fürstenau mitteilte, rechnen die Fachleute damit, dass die Kampfmittelräumung möglicherweise im Oktober abgeschlossen werden kann – abhängig vom Wetter und der Funddichte. Derzeit werden Flächen rund um den ehemaligen Sprengplatz in einer Größe von 142 Hektar geräumt. Begonnen haben die Arbeiten auf dem Geände des Ferien- und Freizeitparks, der insgesamt gut 400 Hektar groß ist, im Jahr 2012.    


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