Geers folgt auf Middendorf Wasser- und Bodenverband Fürstenau verabschiedet Vorsteher

Von Jürgen Schwietert

Engagement für die Gewässer zeigen und zeigten Monika Kolosser, Adolf Höveler, Jeannette van der Helm, Carsten Geers, Clemens Brinkmann, Niels Haarannen, Gustov Pöppe, Benno Trütken, Albert Middendorf, Sibo Evers und Heiner Evers.
Foto: Jürgen SchwietertEngagement für die Gewässer zeigen und zeigten Monika Kolosser, Adolf Höveler, Jeannette van der Helm, Carsten Geers, Clemens Brinkmann, Niels Haarannen, Gustov Pöppe, Benno Trütken, Albert Middendorf, Sibo Evers und Heiner Evers. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Im Wasser- und Bodenverband Fürstenau ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach über 50-jähriger Tätigkeit ist Verbandsvorsteher Albert Middendorf verabschiedet worden. Seine Nachfolge tritt Carsten Geers an. Auch Gustav Pöppe und Heiner Evers sind aus dem Vorstand des Wasser- und Bodenverbands Fürstenau ausgeschieden. Neu im Vorstand sind Sibo Evers als stellvertretender Verbandsvorsteher sowie Jeannette van der Helm und Niels Haarannen.

Der „Deichgraf“ geht in den Ruhestand, hieß es zum Auftakt der Versammlung, denn diesen Spitznahmen hatte sich Albert Middendorf ihm Rahmen des Baues des Regenrückhaltebeckens am Sellberg redlich erworben. An den Planungen war er maßgeblich beteiligt.

Das Amt des Vorstehers übte er von 1969 bis 2019 aus, zunächst im Wasser- und Bodenverbandes Achelbrock-Herrenmoor. Zuvor war er dort ein Jahr lang stellvertretender Verbandsvorsteher. Zudem gehörte er von 1993 bis Ende 2017 dem Vorstand des Unterhaltungsverbandes 94 Große Aa Lingen, an. Als der Wasser- und Bodenverband Fürstenau 1982 im Zuge der Verschmelzung der bestehenden alten Wasser- und Bodenverbände Achelbrock-Herrenmoor, Ahegebiet und Reetbach neu gegründet wurde, übernahm Albert Middendorf das Amt des Verbandsvorstehers. 

Naturnaher Ausbau

Nach einer weiteren Umgestaltung besteht der Verband heute aus den drei Abteilungen Hollenstede, Settrup und dem Hochwasserschutz der Stadt Fürstenau mit einer Verbandsgröße von etwa 2400 Hektar und unterhält Wasserläufe mit einer Gesamtlänge von 56 Kilometer.

Als Verbandsvorsteher war Albert Middendorf zuständig für die Durchführung der Unterhaltung und Erhaltung der Verbandsgewässer (Gewässer 3. Ordnung) im Verbandsgebiet. Herausragend in seiner Verbandstätigkeit war die Durchführung des Hochwasserschutzes in der Stadt Fürstenau. Diese Maßnahme wurde von 1983 bis 1986 mit der Verlegung und dem Ausbau des Fürstenauer Mühlenbaches unterhalb des Stadtgebietes in der Fürstenauer Mersch begonnen. Von 1996 bis 2004 erfolgte der Ausbau des Fürstenauer Mühlenbaches im mittleren Stadtgebiet (Koppelstraße) bei schwierigen örtlichen Verhältnissen. Oberhalb der Stadt Fürstenau am Sellberg wurde vom Frühjahr 2005 bis zum Frühjahr 2007 am Fürstenauer Mühlenbach ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von 51 000 Kubikmeter errichtet. Als Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen wurde der Fürstenauer Mühlenbach im unteren Stadtgebiet von der B 214 bis zur alten Kläranlage naturnah in einem urbanen Siedlungsgebiet von 2007 bis 2011 ausgebaut.

Weitsichtiger Einsatz

„Albert Middendorf hat über Jahrzehnte um- und weitsichtig mit großem Einsatz und mit fachlicher Kompetenz die Geschicke des Wasser- und Bodenverbandes geführt und sich um die Belange der Wasserwirtschaft im Fürstenauer Raum und des Verbandes sehr verdient gemacht“, betonte Clemens Brinkmann von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises. Weiterhin wurden mit ebenso lobenden Worten Heiner Evers und Gustav Pöppe verabschiedet. 

Den ausscheidenden Mitgliedern wünschten auch Stadtdirektor Benno Trütken und Monika Kolossser von der Stadtverwaltung alles Gute.


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