Bauchschmerzen vor lauter Lachen Volles Haus und beste Stimmung beim Grafelder Frauenkarneval

Von Jürgen Schwietert

In verschiedenen Rollen wirkte Ann Oldiges, hier als Petra (Petrus) an der Himmelpforte, beim närrischen Treiben mit. Foto: Erika SchwietertIn verschiedenen Rollen wirkte Ann Oldiges, hier als Petra (Petrus) an der Himmelpforte, beim närrischen Treiben mit. Foto: Erika Schwietert
Erika Schwietert

Grafeld. Noch lange werden die Grafelder Frauen an ihre Karnevalssitzung zurückdenken. Ob des vielen Lachens gab es wohl noch am Tag danach Bauschmerzen. Das Team der KFD mit Wilma Mehmann-Lücke, Gitta Berndsen, Daniela Berndsen, Hiltrud Mehmann, Lisa Timpe, Steffi Evers, Ann Oldiges und Anette Middendorf hatten ein vierstündiges, überaus gelungenes Programm auf die Beine gestellt.

Ein herzliches Willkommen entbot Ann Oldiges den Gästen im ausverkauften Haus. Sie übernahm die Moderation. Ihr Dank galt Florian Stolte-Greskamp und Thomas Rickelmann sowie Klaus Burichter für Musik und Technik sowie Kamera. Und dann wurde ein närrisches Feuerwerk abgebrannt. Mit der Bitt-Prozession ging es los. „Wir bitten für einen gelingenden Abend, wir bitten, dass unsere Männer diese Abend auch heil überstehen. Und wenn wir heute Nacht heim kommen, lasset uns ruhen. Darum bitten wir“, hieß es achtstimmig vom Organisationsteam. 

Die Bitt-Prozession bittet für einen gelungenen Karnevalsabend. Foto: Erika Schwietert


Umgehend gab es ein erstes Grafeld Helau. Sodann gab Susanne Behner mit ihrer erstklassigen Stimme altbekannte Lieder aber mit einem selbst verfassten Text zum Besten. So wurde aus "Liebeskummer lohnt sich nicht" kurzerhand "Heut` ist wieder Karneval in Grafeld". Anschließend nahm Wilma Mehmann-Lücke die Gäste mit auf eine Wallfahrt nach Rulle. Und da es gilt, Buße auf der Wallfahrt zu tun, musste für jede Sünde eine Erbse in die Schuhe. Bereits nach wenigen Metern gab es die ersten Klagen der mitgehenden Freundin. Der Kirchturm war schon in Hörweite, aber die beiden Frauen kamen nicht weiter. Aber nur die eine klagte; die andere nicht. Und so stellte sich die Frage nach dem Warum. „Ja, ich habe die Erbsen vorher eingeweicht und gekocht“, war die clevere Idee. Und so ganz nebenbei konnte am anderen Tag noch Erbsensuppe gegessen werden. 

Pastor (Maria Evers-Brunegraf) und Nonne (Miriam Trapka) unterhalten sich über Pastors Frisör. Foto: Erika Schwietert


Mit dem Sketch „Der Pastor und sein Frisör“ (Maria Evers-Brunegraf, Miriam Trapka) und einem Liedvortrag von Silke und Lutz Dalkowski ging es politisch-satirisch weiter. Das Ehepaar ging ganz schön sarkastisch mit der Politik ins Gericht. Anschließend kam dann noch einmal das Team mit dem Sketch „Wir kommen alle in den Himmel“ auf die Bühne. Petra (Ann Oldiges) hielt am Himmelstor Wache. Eine ganze Gruppe Frauen bat um Einlass in den Himmel. Der Eintritt wurde aber nur gewährt, wenn es genügend gesammelte Bonuspunkte gab. Gemeindebrief ausgetragen, Fahne und Banner getragen, Kommunionkinder unterwiesen, jede Messe besucht, im Frauenverein mitgewirkt und so weiter... Und für alle guten Taten gab es Punkte, die hin und wieder aber nicht anerkannt wurden. Trotzdem: Einlass bekamen sie alle. 


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