"Gelände ist der Hammer" 24-Stunden-Rennen im Fürsten Forest mit 40 Teilnehmern

Volle Konzentration auch zu später Stunden hieß es jetzt für die Rallyefahrer beim ersten 24-Stunden-Rennen im Fürstenau Offroadpark "Fürsten Forest".Volle Konzentration auch zu später Stunden hieß es jetzt für die Rallyefahrer beim ersten 24-Stunden-Rennen im Fürstenau Offroadpark "Fürsten Forest".

Fürstenau. Begeistert vom Offroadgelände im Freizeitpark Fürsten Forest zeigten sich jetzt die Teilnehmer der 24-Stunden-Rallye des niederländischen Rallyeverbandes NTA.

"Diese Rallye ist erneut ein Teamerlebnis. Das das Gelände ist der Hammer" zeigte sich Niels Hatzmann begeistert, der für die Gesamtleitung des Rennens verantwortlich war. Erstmals führten die motorsportbegeisterten Rallyefreunde des niederländischen Verbandes NTA ihr 24-Stunden-Rennen auf dem Offroadgelände des Fürstenauer Freizeit- und Ferienparks durch. 

Mehrere Wochen Vorbereitung würden hinter ihnen liegen, so der Gesamtleiter. Insgesamt hätten sie acht "Roadbooks", quasi die Fahranleitung durch das Gelände, geschrieben. Dabei seien die Anforderungen sehr unterschiedlich aufgebaut. Von einfacheren "Wake up" bis hin zur sehr anspruchsvollen Fahrt über die Streckenführung "The big one", reichten die Anweisungen, die die Fahrer unterstützt durch ihre Co-Piloten auf den insgesamt zu absolvierenden 200 Kilometern Strecke zu beachten hatten. Dabei kam es immer wieder zu ungeplanten kleinen Umwegen, denn mit der großen Zahl von verzweigten Wegen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz hatten wohl nicht alle Fahrer gerechnet.  

Mehr als 100 Helfer sorgten zusammen mit der Rennleitung für die Sicherheit während des zweitägigen Rallye-Spektakels. Und sie waren sehr konsequent. Befand sich auch nur ein Rallye-Fahrzeug auf der Strecke, durften die zahlreichen Zuschauer keinen Schritt über die Absperrung tun. Sobald die Strecke frei war, konnten die Zuschauer über einen Bustransfer zwischen den Standorten wechseln. "Sicherheit ist alles" betonte Niels Hatzmann. Zudem unterstützten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenau sowie die Bereitschaft Nord des Deutschen Roten Kreuzes rund um die Uhr die Veranstalter.  

40 Fahrzeuge aus den Niederlanden, Deutschland England und Belgien gingen an den Start und sammelten auf den acht Einzelprüfungen fleißig Punkte für das noch junge Rallye-Jahr 2019. Dabei kam auf der Amateurveranstaltung auch ein "Race-Control-System" aus den internationalen Profisport zum Einsatz. Mit Hilfe der kleinen Dekoder, die in jedem Fahrzeug angebracht wurden, konnten die Mitglieder des Rennbüros auf einer interaktiven Karte zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, wo sich das Fahrzeug auf dem über 300 Hektar großen Gelände befand. 

Zufrieden zeigte sich auch Larissa de Roo, die Geschäftsführerin des Freizeit- und Ferienparks: "Der Verband hat das absolut professionell organisiert", betonte sie. Für den Ferien- und Freizeitpark sei es zudem sehr interessant, wenn sich hier die Fahrzeuge, die ansonsten in internationalen Wettbewerben, bis hin zur Rallye Dakar fahren, ein Stelldichein geben würden.  

Die Gesamtwertung gewannen die Niederländer Jerry van Langen und Bas Jongejan, die sämtliche Prüfungen in der Zeit von 2 Stunden, 35 Minuten und 44 Sekunden durchfuhren. Die Plätze zwei und drei belegten die Teams Nienke Aarts/Rick Aarts, ebenfalls aus den Niederlanden und Philon Parpottas/Bowy Odink aus England. 

Das nächste Rennen findet am 22. und 23. März 2019 in den Niederlanden stat. Dann steht ein eine Strandrallye in der Nähe von Amsterdam auf dem Programm, so Nils Hatzmann. Aber zunächst freute er sich, dass bis auf kleine Unfälle ohne Folgen in Fürstenau alles gut gegangen sei. Aber damit habe er gerechnet, schließlich seien sie ja in Fürstenau und nicht wie sonst schon mal irgendwo in der Wüste, "wo es bei einem Unfall auch mal gut und gerne eine halbe Stunde dauert bis ein Hubschrauber kommt".


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