Compagnia Buffo Fabian Flender bezauberte das Publikum in Restrup

Von Liesel Hoevermann

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Der Spagat zwischen Clownerie und Akrobatik gelang Fabian Flender zum Vergnügen des Publikums in immer neuen Varianten. Foto: Liesel HoevermannDer Spagat zwischen Clownerie und Akrobatik gelang Fabian Flender zum Vergnügen des Publikums in immer neuen Varianten. Foto: Liesel Hoevermann

Bippen. Ein Abend fast ohne Worte des Künstlers, dafür mit fast atemloser Spannung im Publikum, überraschenden Lacherfolgen und viel Applaus: Der Freiburger Fabian Flender begeisterte mit seiner Show im Theatersaal der Compagnia Buffo in Restrup.

Etwas unbeholfen und linkisch wirkte der harmlos aussehende Künstler auf den ersten und auch auf den zweiten Blick, wenn er tollpatschig über die Bühne stolperte, sich ihm Stuhl, Tisch und Garderobenständer quasi in den Weg stellten und sogar der Teppich sich immer wieder selber einrollte. Diesen bändigte er schließlich umständlich mit Klebeband und spätestens bei diesem dritten Blick ahnte das Publikum, dass die Einsatzmöglichkeiten der Klebebandrolle sich ebenso wie die akrobatische Geschicklichkeit Fabian Flenders im Laufe des Abends noch weiter steigern würden.

Ebenfalls im ständigen Einsatz war der Fotoapparat des Künstlers, mit dem er Selfies von sich und den Zuschauern machte, den er aber auch als Spiegelersatz nutzte, wenn er sein Outfit von hinten überprüfen wollte. Auch hier schaffte er den Spagat zwischen tapsiger Umständlichkeit und eleganter Geschicklichkeit wie beim Jonglieren mit plötzlich hervor gezauberten Bällen, in die er Hut oder Hosenträger mit einbezog.

Auch auf Stühlen balancierte Fabian Flender leichtfüßig. Foto: Liesel Hoevermann


Flender gelang es spielerisch, die Zuschauer in seine pantomimische Kommunikation mit einzubeziehen und den Bogen zwischen unbeholfener Clownerie und perfekter Körperbeherrschung immer wieder neu zu spannen. Er hielt das Gleichgewicht zwischen Slapstick und formvollendeter Zirkuskunst beim Balancieren auf der Stuhlkante ebenso wie beim mimischen Spiel mit einem Hitler-Schnäuzer aus – klar – Klebeband, der mit verändertem Gesichtsausdruck und variierter Bewegung plötzlich zum Mittelpunkt eines Charly-Chaplin-Gesichtes wurde.

Kollision mit seinem Garderobenständer

Das Publikum hielt teilweise den Atem an, wenn Flender beim Stolpern unvermittelt fast in die erste Reihe zu fallen schien oder bei der Kollision mit seinem Garderobenständer diesen komplett zerlegte. Aus dessen Einzelteilen entwickelte er umständlich und ganz allmählich weitere Jonglageelemente, die mit passender Musik untermalt zu schwingenden Rhythmusbildern mutierten.

Der geschmeidige Sprung durch den auf der Stuhllehne fest geklebten Reifen und die beinahe surreal wirkende Keulenjonglage waren weitere Höhepunkte dieser ungewöhnlichen Vorstellung, von der sich das Publikum gerne bezaubern ließ.

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