Sozialer Raum für die Kommune Wie lässt sich Fürstenaus Bücherei besser sichtbar machen?

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Bibiothekarin Marike Rolfes im Gespräch mit Lilly Stürenberg und Sophie Stuckenberg (von links) aus der 6.1 der IGS. Foto: Jürgen SchwietertBibiothekarin Marike Rolfes im Gespräch mit Lilly Stürenberg und Sophie Stuckenberg (von links) aus der 6.1 der IGS. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Die Bücherei der IGS und der Samtgemeinde Fürstenau hat sich 2018, was die Nutzerzahlen angeht, sehr gut entwickelt. Gleichwohl wünscht sich Bibliothekarin Marike Rolfes eine Reihe von Verbesserungen – zum Beispiel mit Blick auf die Auffindbarkeit des Standortes.

Mit der Jahresstatistik, die sie dem Ausschuss für Familien und Bildung vorstellte, kann Marike Rolfes gut leben. So sind die Ausleihen vor Ort 2018 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Damit beträgt die durchschnittliche Zahl von Ausleihen 94 pro Tag. Weiterhin haben sieben Prozent mehr Nutzer von der Möglichkeit der Online-Ausleihe Gebrauch gemacht. Diese Anstiege führt Marike Rolfes unter anderem auf die Neuanschaffung von Medien zurück, unter anderem von Tiptoi- und Tingbüchern für Kinder, bei denen digitale Lesestifte zum Einsatz kommen.

Eine weitere bemerkenswerte Zahl: Seitdem die Bücherei im November 2016 ihre Öffnungszeiten geändert hat, sind die Besucherzahlen am Nachmittag um 60 Prozent gestiegen. Marike Rolfes möchte sich aber auf diesen Zahlen nicht ausruhen, sondern das Profil im Rahmen der Aufgaben der Bücherei weiter schärfen. Dazu gehörten im Bereich der Leseförderung Veranstaltungsangebote für Kindergärten wie Bilderbuchtermine oder die Bereitstellung von Medienkisten zu Themen wie Jahreszeiten oder Farben.

Vermitteln von Medienkompetenz

Auch auf dem Gebiet der Leseförderung für Grundschüler und Jugendliche gebe es viele Möglichkeiten. Hier seien neben einem Veranstaltungsangebot ein attraktiver Medienbestand und modern gestaltete Büchereiführungen sowie die Vermittlung von Medienkompetenz wichtig, so Marike Rolfes. Auch die Lesegruppe 50 plus müsse bedacht werden. Hier könne die Bücherei die Funktion eines sozialen Ortes haben, in dem beispielsweise ein Lesefrühstück angeboten werde.

Damit die Bücherei besser wahrgenommen wird, müssen nach Auffassung von Marike Rolfes einige Dinge geändert werden. Als Schulbibliothek sei der Standort in der IGS natürlich in Ordnung, als öffentliche Bibliothek sei er derzeit schlecht. Besonders nachmittags nach dem Schulbetrieb wirke die Bücherei geschlossen. Das verunsichere Besucher, die nicht wüssten, ob sie das Schulgebäude noch betreten dürften. Generell müsse die Bücherei als öffentlicher Raum von außen besser sichtbar und erkennbar sein.

Mehr als ein Aufbewahrungsort

Weiterhin wies Marike Rolfes darauf hin, dass eine kontinuierliche Erneuerung des Medienbestandes von zehn Prozent notwendig sei, um die Bücherei attraktiv zu halten. Derzeit liege die Quote bei 2,5 Prozent. Hier müsse etwas geschehen. Ihr Fazit: Eine Bibliothek ist mehr als ein Aufbewahrungsort für Bücher. Es ist ein kultureller und sozialer Raum für die Kommune.


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