Fraktionen beraten Rücktritt von Fürstenaus Bürgermeister: Nur wenige waren eingeweiht

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Gibt im März das Bürgermeisteramt auf: Herbert Gans. Foto: Jürgen SchwietertGibt im März das Bürgermeisteramt auf: Herbert Gans. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau/Bippen/Berge. Abgesehen von einigen wenigen Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern sind beim Neujahrsempfang der Stadt Fürstenau alle – selbst Parteifreunde – von der Ankündigung von Herbert Gans überrascht worden, aus gesundheitlichen Gründen im Stadtrat am 19. März sein Amt als Bürgermeister niederzulegen. Wie geht es nun weiter? Erste Antworten.

Insgesamt war Herbert Gans zwölfeinhalb Jahre Bürgermeister. Er folgte auf Reinhold Schröder, der dieses Amt mehr als 30 Jahre innehatte. Dem Rat der Stadt gehörte der heute 70-Jährige mehr als 22 Jahre an. Bei der letzten Kommunalwahl 2016 holte Herbert Gans als einziger Ratskandidat – ob CDU, SPD, FDP oder Grüne – in der Stadt Fürstenau mehr als 1000 Stimmen, auch Ausdruck der Wertschätzung. 

Eine Frage des richtigen Zeitpunktes

Wie Herbert Gans erklärte, hatte er bereits seit einem halben Jahr über die Abgabe seines Amtes nachgedacht. Als er für sich die Entscheidung getroffen habe, sei es nur noch um den richtigen Zeitpunkt gegangen. Den habe er mit dem Neujahrsempfang der Stadt gefunden. So sei sichergestellt gewesen, dass die Nachricht weite Verbreitung finde und es keine Spekulationen und Gerüchte geben könne. Für ihn sei es wichtig gewesen, rechtzeitig abzutreten. „Wenn die Leute sagen, der kann ja gar nicht mehr, ist es zu spät“, so Herbert Gans.

"Entscheidung bedauerlich"

Am 19. März wird nun ein neuer Bürgermeister für die Stadt Fürstenau gewählt. Er wird aller Voraussicht nach wieder aus den Reihen der CDU/FDP-Gruppe kommen, die mit zwölf Sitzen im Stadtrat die Mehrheit hat. SPD/Grüne kommen auf neun Sitze. Ein Kandidat stehe noch nicht fest, dazu sei die Nachricht zu frisch, wie Fraktionssprecher und CDU-Parteivorsitzender Johannes Selker am Montag mitteilte. „Wir werden uns in den nächsten Tagen mit der Frage beschäftigen“, erklärte er. Das Thema werde sicher in der nächsten Fraktionssitzung am 4. Februar andiskutiert.

Die Entscheidung von Herbert Gans sei bedauerlich, zumal er stets sachlich und überparteilich agiert habe. Gleichwohl könne er sie nachvollziehen, so Johannes Selker weiter.

Burghard von Schoerlemer rückt nach

Überdies muss der Rat der Samtgemeinde Fürstenau am 21. März einen neuen Ratsvorsitzenden wählen. Auch dieses Amt wird Herbert Gans abgeben und zugleich sein Mandat niederlegen. Erster Nachrücker ist Burghard von Schoerlemer, der den Sitz im Rat der Samtgemeinde wahrnehmen wird, wie der Sprecher der Gruppe CDU/FDP, Friedhelm Spree, berichtete.

Ungeklärt ist hingegen, wer für die CDU/FDP als neuer Ratsvorsitzender antreten wird. „Da müssen wir erst noch Gespräche in den Gremien führen“, teilte Friedhelm Spree weiter mit. Er persönlich wünsche sich einen Kandidaten, der nicht nur bis zur nächsten Kommunalwahl 2021 eine Perspektive habe, sondern auch darüber hinaus.


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