Schwager in Not? Enkeltrickbetrüger wollten Fürstenauer Geld abknöpfen

Jürgen Schwietert

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Fürstenau Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Immer wieder versuchen Enkeltrickbetrüger via Telefon vor allem älteren Menschen durch Vortäuschung einer Notsituation Geld abzuknöpfen.  Foto: Julian Stratenschulte/dpaImmer wieder versuchen Enkeltrickbetrüger via Telefon vor allem älteren Menschen durch Vortäuschung einer Notsituation Geld abzuknöpfen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

ja/jesc Fürstenau. Sie probieren es immer wieder: Dreiste Betrüger haben versucht, einen älteren Fürstenauer mit dem sogenannten Enkeltrick Geld abzuknöpfen.

Polizei und auch Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans, dem der Fürstenauer die Geschichte vom versuchten Betrug erzählte, mahnen alle Senioren zur Vorsicht bei ungewöhnlichen Anrufen, vor allem, wenn es um die schnelle Aushändigung von Geld geht. Es gebe Möglichkeiten, sich zu schützen.

Zum Betrugsfall in der vergangenen Woche: Der Fürstenauer erhielt einen Anruf von einem angeblichen Schwager, der um finanzielle Hilfe bat. Er stecke momentan in einem finanziellen Engpass und benötigte dringend die Hilfe des Fürstenauers. Auf die Frage warum sich seine Stimme so komisch anhöre, sei die Antwort gekommen: „Ich bin momentan erkältet, daher meine Stimme.“

Geldübergabe an der Apotheke geplant

Das Geld sollte von einer vertrauenswürdigen Person abgeholt werden. Diese würde sich vor der St.-Georg-Apotheke in Fürstenau mit dem Angerufenen treffen. Auf die Aussage des Fürstenauers, dass er das Geld nur seinem Schwager persönlich übergeben werde, antwortete der Anrufer sinngemäß: „Du hast wohl kein Vertrauen zu mir“ und „Ich hätte nicht von dir gedacht, dass du mir nicht helfen willst“.

Ausweichende Antwort zum Geburtsdatum

Daraufhin bat der Fürstenauer, die Frau des Schwagers, also seine Schwester, solle ihn doch mal anrufen und den Sachverhalt bestätigen. Kurz darauf rief eine weibliche Person an und bestätigte den Sachverhalt. Nach ihrem Geburtsdatum gefragt, antwortete sie ausweichend und bat aufdringlich um sofortige Hilfe. Das Geburtsdatum nannte sie nicht. An der Stimme konnte der Fürstenauer aber deutlich hören, das es sich nicht um seine Schwester handelte.

Erst ein Anruf bei der Polizei klärte die Sache endgültig auf. Der echte Schwager und die richtige Schwester sind ebenfalls informiert. „Das ist noch einmal gut gegangen“, so Herbert Gans.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN