Pächter geht Tagungsstätte in Börstel: Stift führt Geschäfte weiter


Börstel. Der Betrieb der Tagungsstätte im Stift Börstel geht weiter – auch wenn Pächter Gerard Ramakers das Stift zum Ende des Jahres verlässt. Ab Januar übernimmt zunächst die Stiftsverwaltung operativ den Betrieb, zusammen mit dem Gästehausbetrieb des Stiftes. Für die Gäste ändert sich nichts.

Dass der Betrieb der Tagungsstätte nahtlos weiterläuft, sei gerade jetzt unerlässlich, betont die Äbtissin des Stiftes Börstel, Britta Rook. Erstmals seien die Stiftsgästehäuser über die Weihnachtszeit voll belegt, erklärt sie. Der Wunsch der Menschen nach Ruhe und Einkehr komme zunehmend mehr auch im Stift Börstel an.

In drei Gebäuden findet der Betrieb der Tagungsstätte heute statt. Neben dem Pastorenhaus und dem Küsterhaus gehört auch das Haus am Klostergarten zu der Einrichtung. Bis zum Jahr 2026 laufe der Pachtvertrag noch, den die Kirchenkreise Bramsche und Emsland-Bentheim mit dem Stift abgeschlossen hätten. Die Kirchenkreise hatten die Anlage an den bisherigen Betreiber unterverpachtet, so Britta Rook.

Kirchenkreise müssen Fragen klären

„Die Kirchenkreise müssen nun entscheiden, wie sie zukünftig mit der von ihnen gepachteten Tagungsstätte umgehen“ erklärte die Äbtissin. Das werde voraussichtlich bis zum Sommer dauern. Daher hätte sich das Stiftskapitel entschieden, den Betrieb für das kommende Jahr operativ zu unterstützen, bis es eine Entscheidung gebe. Zudem hätten zahlreiche kirchliche Gruppen aus der hannoverschen Landeskirche sowie der Oldenburgischen und Westfälischen Kirche teilweise schon bis zu zwei Jahre im Voraus die Räume gebucht. Diese Zusagen gelte es einzuhalten, so Britta Rook.

Zwar sei die Zusammenarbeit zwischen Tagungsstätte und Stift schon immer eng gewesen, nun sei es aber künftig aus einer Hand noch einfacher, insbesondere die Übernachtungsmöglichkeiten in der Tagungsstätte und im Stift aufeinander abzustimmen, erklärte die Äbtissin. Das Stift hat doppelt so viele Gästebetten wie die Tagungsstätte.

Insgesamt 90 Betten

Zusammen mit den Gästehäusern des Stifts stehen für Veranstaltungen gut 50 Betten vom Einzelzimmer bis zum Appartement zur Verfügung. Mit den Jugendgästehäusern gebe es insgesamt sogar 90 Betten, die belegt werden könnten. Für die künftige Weiterentwicklung der Angebote im Stift und der Tagungsstätte gebe es heute bereits viele interessante Ideen, so Britta Rook. Um diese weiterzuentwickeln, müsse aber erst Klarheit in der rechtlichen Situation bestehen.

Derzeit sind alle Kräfte des Stiftes mit den Vorbereitungen zum Jahreswechsel beschäftigt, der dem Stift Börstel über Silvester schon jahrelang ein volles Haus beschere. Übrigens kämen erstmals zu dieser Zeit auch zwei Familie mit zusammen fünf Kindern. Wie gesagt, der Wunsch nach Ruhe und Einkehr nehme in der heutigen hektischen und digitalen Welt zu, betont die Äbtissin.


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