Polizei eingeschaltet Hündin Kia aus Vechtel frisst Köder mit Rattengift und stirbt

Von Jürgen Schwietert

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Bereits vom Giftköder gezeichnet – die Hündin Kia der Familie Lück aus dem Bippener Ortsteil Vechtel. Inzwischen ist das Tier verstorben. Foto: Jürgen SchwietertBereits vom Giftköder gezeichnet – die Hündin Kia der Familie Lück aus dem Bippener Ortsteil Vechtel. Inzwischen ist das Tier verstorben. Foto: Jürgen Schwietert

jesc/ja Fürstenau/Bippen/Berge. Treibt wieder ein Hundehasser sein Unwesen? Innerhalb kurzer Zeit sind in Fürstenau und jetzt im Bippener Ortsteil Vechtel zwei Hunde mit Vergiftungsanzeichen zum Tierarzt gebracht worden. Die Laboruntersuchungen ergaben, dass die Tiere Rattengift gefressen hatten. Ein Hund ist inzwischen gestorben. 2015 hatte es ähnliche Vorfälle gegeben.

Am Wochenende traf es Kia, dem Hund der Familie Lück in Vechtel. „Kia hat wohl einen Köder mit Rattengift aufgenommen. Der muss über den Zaun geworfen worden sein, denn Kia verlässt den Hof nicht“, so Katja Lück. Der Bernersennen-Schäferhund-Collie-Mix blutete aus der Schnauze und aus den Zitzen. Dieses sei ein typisches Zeichen für die Vergiftung mit Rattengift, erklärt die Vechtelerin nach dem Besuch beim Tierarzt.

Erbrechen und Atemnot

Rattengift hemmt die Vitamin-K-Synthese in der Leber. Dadurch kommt es zu einer Störung der Blutgerinnung. In der Folge kann der Hund, der das Rattengift aufgenommen hat, innerlich verbluten. Bei einer Vergiftung gibt es weiterhin Anzeichen, die von Nervosität über Erbrechen bis hin zum Schaum vor der Schnauze reichen können. Später können Herzrhythmusstörungen, Atemnot Krämpfe und Bewusstlosigkeit folgen und wie im Falle von Kia der Tod.

Polizei eingeschaltet

Katja Lück hat inzwischen bei der Polizei in Fürstenau Anzeige erstattet. Die ruft nun die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Wer entsprechende Vorfälle oder auffälliges Verhalten von Passanten beobachtet hat, sollte sich bei der Polizeistation melden, Telefon 05901/95950 melden. „Wir ermitteln wegen eines Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz“, teilte Manfred Harbecke von der Polizeistation Fürstenau auf Nachfrage mit.

Wie berichtet, sind bereits 2015 zwei Labradore in Vechtel sowie ein Rhodesian Ridgeback in Berge mit Ködern vergiftet worden.


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