Wie kann Erziehung gelingen? Vortrag über Triple P in der Grundschule Fürstenau

Von Maria Kohrmann-Unfeld

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Tipps für einen entspannten Umgang miteinander gaben (von links) Norbert Hagemann vom Landkreis Osnabrück, Schulleiterin Anika Tetzlaff sowie die Referentinnen Silke Rieckenberg und Silke Krabbe. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldTipps für einen entspannten Umgang miteinander gaben (von links) Norbert Hagemann vom Landkreis Osnabrück, Schulleiterin Anika Tetzlaff sowie die Referentinnen Silke Rieckenberg und Silke Krabbe. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

mkun Fürstenau. In der Grundschule Fürstenau hat ein Vortrag zum Thema „Liebend gern erziehen“ für Eltern und interessierte Fachkräfte stattgefunden.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Anika Tetzlaff stellte Norbert Hagemann vom Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück die Referentinnen, Psychologin Silke Rieckenberg und Pädagogin Silke Krabbe von Triple P Deutschland, vor. „Bringen Sie ihr Kind auf einen guten Weg“ – so heißt der Werbeslogan eines digitalen Elternkurses, den der Landkreis Osnabrück kostenlos für Eltern von Kindern bis zwölf Jahren online zur Verfügung stellt. Triple P („Positive Parenting Program“) ist ein „Positives Erziehungsprogramm“, das weltweit entwickelt wurde, um Kinder glücklicher, Eltern entspannter und das Familienleben schöner zu machen.

Anhand einer Power-Point-Präsentation ging Silke Rieckenberg zunächst auf die Wünsche und Hoffnungen der meisten Eltern ein, gesunde und ausgeglichene Kinder zu erziehen, die gute Beziehungen zu anderen aufbauen können, ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und lernen, mit den eigenen Gefühlen umzugehen. „Elternsein ist die anspruchsvollste Aufgabe der Welt. Die meisten Eltern lernen durch Versuch und Irrtum. Sie finden ihre Rolle erfüllend“, so die Referentin. Der schwierigste Teil der Kindererziehung sei der Umgang mit dem Verhalten der Kinder. „Kinder sind wie kleine Forscher – sie testen vieles aus. Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern sind unvermeidbar.“

Negative durch positive Gedanken ersetzen

Silke Rieckenberg beschrieb die Inhalte der Positiven Erziehung. Dabei werde der Fokus auf das Positive wie Stärken und Erfolge gelegt. Eltern fühlen sich in der Regel zuversichtlicher, sind weniger gestresst und streiten sich seltener mit ihrem Partner. Ausführlich erläuterte die Referentin die fünf Grundprinzipien der Positiven Erziehung, die wie folgt zusammengefasst werden können: Sorgen Sie für eine fürsorgliche, liebevolle, sichere und interessante Umgebung. Routine im Tageslauf führt dazu, dass Kinder sich sicher und geboren fühlen. Setzen Sie positive Erziehungsfertigkeiten ein, um eine anregende Lernatmosphäre für ihr Kind zu schaffen. Dazu gehört Aufmerksamkeit und das beschreibende Loben. Seien sie konsequent, um Ihrem Kind zu helfen, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Konsequentes, folgerichtiges Verhalten hilft Kindern, notwendige Regeln und Grenzen zu akzeptieren. Stellen Sie realistische Erwartungen an Ihr Kind und an sich selbst. Hilfreich ist dabei der Austausch mit anderen Eltern. Sorgen Sie gut für sich, indem Sie auch Ihre eigenen Bedürfnisse beachten, es ermöglichen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, negative Gedanken hinterfragen und im Team mit dem Partner zusammenarbeiten. Setzen Sie negativen Gedanken („Er wird es nie lernen“) hilfreiche Gedanken entgegen („Es wird ein bisschen dauern, bis er es lernt“.

Referentinnen stellen Online-Training für Eltern vor

Im Anschluss an den Vortrag stellte Silke Krabbe die Online-Version des Elternkurses mit persönlichen Zugangsdaten über einen Zeitraum von einem Jahr vor. Vermittelt werden 17 Triple P-Erziehungsfertigkeiten. Triple P bietet praktische Tipps und Handlungsmöglichkeiten, die sich international bewährt haben. Ob Wutanfälle von Kleinkindern, Probleme in der Schule oder beim Zubettgehen. Eltern lernen Erziehungsfertigkeiten kennen, die ihnen in allen möglichen Situationen weiterhelfen werden. Es gibt acht Module mit Videosequenzen, interaktiven Aufgaben und Arbeitsblättern. Die kreisweite Internetseite bietet Informationen zum Online-Training, die Möglichkeit, sich anzumelden und Ansprechpartner aus dem jeweiligen Sozialraum zu finden (www.triplep-eltern.de/lkos).


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