frage der Schnelligkeit Landkreis will auch in der Samtgemeinde Fürstenau Netzausbau vorantreiben

Von Jürgen Schwietert

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Rede und Antwort standen Timo Schade und Birgit Büscher (Innogy, Benno Trütken und Thomas Wagener (Samtgemeinde Fürstenau) und Thorsten Schoppmeyer (Landkreis Osnabrück). Foto: Jürgen SchwietertRede und Antwort standen Timo Schade und Birgit Büscher (Innogy, Benno Trütken und Thomas Wagener (Samtgemeinde Fürstenau) und Thorsten Schoppmeyer (Landkreis Osnabrück). Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau/Bippen/Berge. Die Kommunen wollen, der Landkreis auch – schnelles Internet auch für die Außenbereiche. Besonders Gebiete mit einer Versorgung von unter 30 MBit pro Sekunde sollen besser versorgt werden. Für die Samtgemeinde Fürstenau gab es zu diesem Thema nun einen Infoabend.

Vor interessierten Zuhörern stellten Thorsten Schoppmeyer von der Stabsstelle Breitband des Landkreises und Timo Schade von der Firma Innogy nach der Begrüßung durch Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken im Saal Reinermann in Schwagstorf die aktuellen Planungen vor und gingen zudem speziell auf die Situation in Fürstenau, Bippen und Berge ein. Unter dem Motto „Wir machen die Region rasant. Schnelles Internet für den Landkreis“ sollten die dafür notwendigen Arbeiten nun vorangetrieben werden, so Thorsten Schoppmeyer. Bisher würden die Ballungszentren versorgt; die Fläche sei außen vor. Aber auch die Menschen in der Region seien auf schnelles Internet angewiesen.

Für die digitale Welt fit machen

Der Landkreis habe deshalb von den Kommunen den Auftrag bekommen, hier initiativ zu werden. Es sei schon eine Herausforderung, einen Flächenlandkreis von der Größe des Saarlandes mit etwa 360000 Einwohnern in den Außenbereichen für die digitale Welt fit zu machen. Seit dem Jahr 2009 seien bereits 15000 Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellem Internet versorgt. Seit dem Jahr 2012 würden zudem eigene Teilnetze durch den Landkreis durch die Telkos (Infrastrukturgesellschaft des Landkreises) realisiert, so Thorsten Schoppmeyer weiter. In diesem Jahr würden die vom Markt nicht berücksichtigten Kabelverzweiger ebenso wie alle unterversorgten Gewerbegebiete ausgebaut. Je nach Möglichkeit und Investitionsstufe könnten Glasfaserkabel im günstigsten Fall bis zum Gebäude verlegt werden. Der Nachteil der Kupferleitungen sei der Transportverlust auf der Strecke, bedingt durch den Widerstand (Dämpfung) im Kupferdraht. Dieser trete bei Glasfaser nicht auf. Damit sei eine Versorgung von bis zu 120 Mbit möglich. Nicht mehr so ganz fernes Ziel sei es, nun auch Glasfaser bis an die Grundstücke zu legen.

Kabelverzweiger per Glasfaser in Hollenstede

Für den Ausbau bewilligte der Bund den entsprechenden Förderantrag des Landkreises. Im ersten, laufenden Schritt werden knapp 600 Kilometer Netz verlegt und dabei insgesamt 12200 Adressen erreicht. Bis Mitte 2019 werden dafür 39 Millionen Euro investiert. Nach Abschluss des ersten Schrittes gehe es unverzüglich mit dem zweiten, ebenfalls bewilligten Schritt mit einer Investitionssumme von 31,5 Millionen Euro weiter. Hierzu würden derzeit die Ausschreibungen vorbereitet. Erreicht würden weitere 3600 Adressen, darunter 160 Großkunden und fünf Schulen.

Zudem stellte Thorsten Schoppmeyer die Planungen für die Samtgemeinde Fürstenau vor. In einem ersten Schritt werden zwei Kabelverzweiger per Glasfaser in Hollenstede und Settrup angeschlossen.

Richtfunkstrecken einrichten

Anschließend informierte Timo Schade über die Angebote der Firma Innogy, die die Ausschreibung für das Schnelle-Internet-Projekt für sich entschieden hatte. Weiterhin berichtete Benno Trütken über die Möglichkeit, Richtfunkstrecken einzurichten, die zum Beispiel die Firma Stöckel in Vechtel versorgten.

Im Schlusswort dankte Bippens Bürgermeister Helmut Tolsdorf den Referenten. Wenn die Lebensbedingungen durch eine eingeschränkte Nutzung der technischen Möglichkeiten litten und so auch Lebensqualität verloren gehe, sei der ländliche Raum der Verlierer. Er müsse deshalb gestärkt werden – auch mit schnellem Internet.


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