Arbeitskreis lädt ein Gedenken an die ermordeten jüdischen Bürger aus Fürstenau

Von Jürgen Schwietert

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Fürstenau. Der Fürstenauer Arbeitskreis aus Mitgliedern der Kirchengemeinden St. Georg und St. Katharina sowie dem Heimatverein lädt am 9. November, dem Tag des Reichspogroms, um 16 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ein in das Gasthaus Triphaus ein. Gäste sind zu der Veranstatlung willkommen.

Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans wird zunächst einführende Worte sprechen. Eine Textmeditation „Am Anfang war das Wort“ mit Pastorin Anke Kusche und Pfarrer Hubert Schütte schließt sich an. Weiterhin wird es neben Vorträgen von Schülern ein Referat von Bernd Kruse zu den Geschehnissen in Fürstenau am 9. und 10. November 1938 geben. Er wird auch seine aktuellen Forschungsergebnisse zu diesem Thema vorstellen.

Jüdisches Leben in Fürstenau erforscht

Bernd Kruse war viele Jahre Lehrer an der Integrierten Gesamtschule in Fürstenau. Immer wieder befasste er sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Fürstenau und vermittelte sein Wissen Schülern. Überdies pflegt er seit vielen Jahren eine Freundschaft mit Bernhard Süskind, der einst in Fürstenau lebte, von den Nationalsozialisten am 10. November ins KZ Buchenwald gebracht wurde, der dann aber über Schweden in die USA fliehen konnte. Dort lebt Bernhard Süskind noch heute. Zusammen mit Bernd Kruse hat er vor einigen Jahren seine Lebenserinnerungen unter dem Titel „Wir waren doch Freiwild“ herausgebracht.

Kerzen zum Gedenken

Zum Abschluss der Veranstaltung werden am Standort des ehemaligen Beetraumes, den die Nationalsozialisten am 10. November zerstörten, am Schwarzen Weg Kerzen entzündet und Steine zum Gedenken an die ermordeten Fürstenauer Bürger jüdischen Glaubens unter Verlesung ihrer Namen niedergelegt. Die Namen findet man auch auf einer Gedenktafel am Ehrendenkmal im Bürgerpark sowie auf den „Stolpersteinen“ des Künstlers Gunter Demnig vor den letzten Wohnstätten der Ermordeten.


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