Bischofsmagd überrascht Ex-Schüler Burgspieler führen ehemalige Mittelschüler durch Fürstenau

Von Maria Kohrmann-Unfeld

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Viel Spaß hatten die Mittelschüler bei ihrem Klassentreffen. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldViel Spaß hatten die Mittelschüler bei ihrem Klassentreffen. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

mkun Fürstenau. 57 Jahre nach ihrer Entlassung aus der Mittelschule, der späteren Realschule Fürstenau, haben sich die ehemaligen Schüler getroffen, um miteinander zu feiern und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.

Organisiert wurde das Wiedersehen von Christel Meurer und Peter Metschies. „Im Jahr 1961 wurden wir aus der Schule entlassen. Ein erstes Klassentreffen gab es dann nach vierzig Jahren“, erklärte Peter Metschies, der über Jahre hinweg das Amt des Klassensprechers innehatte. Nun wolle man nicht bis zum 60-jährigen Jubiläum warten, sondern bereits nach 57 Jahren ein Klassentreffen veranstalten. Inzwischen seien vier Klassenkameraden verstorben. Ein Mitschüler ist nach Neuseeland ausgewandert. Eigens zum Klassentreffen reisten mehrere Ehemalige aus dem Rheinland an. „Klassenlehrerin war damals Fräulein Jahn“, erinnerte man sich. Schmunzelnd berichteten die Schüler von ihrer einzigen großen Klassenfahrt nach Bad Lauterberg im Harz.

Gut gelaunt und voller Wiedersehensfreude trafen sich die ehemaligen Mittelschüler auf dem Ponyhof Mai in Hollenstede, dem Elternhaus ihrer Mitschülerin Margret Mai. Nach Sektempfang und Kaffeetafel besichtigten die Ehemaligen ihre alte Schule und brachen dann zu einer Gästeführung der besonderen Art auf. Von Mine, der Bischofsmagd wurden sie auf dem Marktplatz erwartet. Zufällig war auch Bürgermeister Herbert Gans zugegen, der sich über den Besuch der ehemaligen Pennäler freute.

Verfolgungsjagd durch die Innenstadt

Kaum hatte Mine ihre Gruppe begrüßt, tauchte der Nachtwächter auf, um sich über seine schwere Arbeit zu beklagen. Während Mine die Besucher auf die Sonnenuhr an der evangelischen Kirche hinwies, lieferte sich der wilde Jan von Fürstenau mit den Landsknechten eine Verfolgungsjagd quer durch die Stadt, die später kurz vor der Schlossbrücke mit seiner Festnahme endete. Unten am Schlossteich begegneten die Gäste zwei tratschenden Waschweibern, die sich lautstark über die schmutzige Wäsche ihrer Kundschaft ausließen. Später wurden sie Zeugen einer Gerichtsverhandlung im Schlossinnenhof und sahen beim Gefängnis zu, wie ein Mörder seiner gerechten Strafe zugeführt wurde. Gruselig wurde es zum Schluss in der Bastion.

Alle waren begeistert von den gespielten Szenen der Fürstenauer Burgspieler und der höchst interessanten Führung durch Petra Oldenhage. „Das ist eine schöne Attraktion für Fürstenau“, lobte Christel Meurer. Auch Werner Hollermann war beeindruckt von der lebendigen Gästeführung. Anschließend kehrten die ehemaligen Mittelschüler im Torhaus ein, um hier das Klassentreffen ausklingen zu lassen. Das nächste Treffen soll in drei Jahren zum 60-jährigen Jubiläum stattfinden.


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