Olympiasiegerin zu Gast Präsentationsabend an der Oberschule Berge mit dem Thema Traumberufe

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Berge. Alles sollte einen Schlusspunkt haben. Den setzte die Oberstufe Berge im Rahmen ihrer Berufsorientierung mit einem Präsentationsabend. Unter anderem stand eine Talkshow zum Thema „Traumberufe“ auf dem Programm. Zudem gab es eine Videobotschaft vom Kultusminister.

Die Oberschule in Berge hat schon vor vielen Jahren ein Konzept für ihre Berufsorientierung entwickelt und setzte es konsequent um. Das merkte auch Regierungsschuldirektor Frank Andreas an, der der Einladung nach Berge gerne gefolgt war. Der Abend zeige, dass es sich dabei nicht um einen „Papiertiger“ handele, betonte er. Frank Andreas muss es wissen. Er ist bei der Landeschulbehörde für die Berufsorientierung an den Schulen im Weser-Ems-Gebiet zuständig.

Begonnen hatte die Woche am Montag mit einem Berufsinfotag. 24 Firmen war in der Oberschule zu Gast und boten Workshops an. Die Schüler konnten sich jeweils vier Veranstaltungen aussuchen. Am Dienstag und Mittwoch waren die Neuntklässler zu Betriebserkundungen im Nordkreis unterwegs. Für die Achtklässer hatten Firmen unterdessen in der Schule Praxisstationen aufgebaut. Ziel: Die Schüler sollten auf diese Weise ein Gefühl dafür bekommen, welches Praktikum für sie am Ende des achten Schuljahres infrage kommt.

Eine illustre Runde

Am Donnerstagabend schließlich folgte der Schlusspunkt mit Eltern, Lehrern, Betrieben und Kooperationspartnern der Schule, auf den die Fachbereichsleiterin Heike Zinke, Kollegin Carina Wilke sowie Helene Hepner viele Wochen lang organisatorisch hingearbeitet hatten. Zunächst war den Schülern eine tragende Rolle zugedacht. Sie stellten eine Auswahl der Berufe vor, die sie im Laufe der Woche kennengelernt hatten – beispielsweise Fachkraft für Agrarservice bei Dettmer oder Industriekaufmann/ -frau bei Kemper.

Durch das Programm führte Heike Zinke zusammen mit dem Schüler Anis Pilarecyk. Die beiden kündigten die von Schulleiter Gerd Beckmann moderierte Talkshow an. Eine illustre Runde hatte sich da zusammengefunden, um über Traumberufe zu reden. Da war zum einen Hauke Alswede aus Andorf. 2009 hat er an der heutigen Oberschule den Realschulabschluss gemacht. Zuvor hatte er bereits von der fünften Klasse an die Schülerfirma Meet and Eat mit Eiern von seinen Hühnern versorgt. Inzwischen ist er Gärtnermeister in der Fachrichtung Obstbau und bewirtschaftet zusammen mit seinem Vater den elterlichen Hof. Neben Spargel, Möhren und Erdbeeren hat Hauke Alswede zusätzlich eine Apfelplantage aufgebaut. Drei Hektar groß ist sie inzwischen und ist sein Traum. Er habe immer schon etwas mit Lebensmitteln machen und sie verkaufen wollen. Sein Tipp: Die Schüler sollten sich beruflich das aussuchen, was sie wirklich gerne täten. Einen Weg gebe es immer, auch wenn er vielleicht mal beschwerlich sein könne.

Grußbotschaft vom Kultusminister

Ein weiterer Gast war Wolfgang Kühnl, Geschäftsführer bei Kemper in Nortrup. Sein Ziel sei es stets gewesen, mit Menschen zu arbeiten und Dinge zu bewegen. Insofern übe er einen Traumberuf aus. Studiert habe er Lebensmitteltechnologie, wobei er sich mit den anderen Talkgästen einig war, dass ein Studium nicht zwingend notwendig ist, um seinen Traumberuf zu finden.

Dritte im Bunde war Kristina Bröring-Sprehe. Sie gewann 2016 in Rio de Janeiro: mit Desperados die Goldmedaille im Mannschaftsdressurreiten. Die Dinklagerin hat in jeder Hinsicht ihren Traumberuf gefunden. Sie machte aber zugleich klar, dass er auch mit viel Arbeit verbunden sei. Die Pferde wollten an sieben Tagen in der Woche versorgt und betreut werden – eben auch am Sonntagmorgen. Die Schüler hörten sich all das interessiert an und werden die richtigen Schlüsse ziehen.

Den Schlusspunkt setzte Grant Hendrik Tonne per Videobotschaft mit einem Gruß an die Oberschule Berge. Auch Kultusminister könne durchaus ein Traumberuf sein, merkte er entgegen landläufiger Meinung an.


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