Netzwerktreffen in Fürstenau Viele Ideen für lebendige Ortskerne im Nordkreis präsentiert

Von Jürgen Schwietert

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Die Vertreter der Nordkreis-Gemeinden stellten, moderiert von Désirée Stelzner (rechts), ihre Projekte und Ideen für lebendige Ortskerne vor. Foto: Jürgen SchwietertDie Vertreter der Nordkreis-Gemeinden stellten, moderiert von Désirée Stelzner (rechts), ihre Projekte und Ideen für lebendige Ortskerne vor. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Das Projekt „Gemeinsam für lebendige Ortskerne“ im Nordkreis geht in die Endphase. Nachdem in den einzelnen Orten Ideenwerkstätten abgehalten worden sind, fand nun das übergreifende Netzwerktreffen in Fürstenau statt. Hier präsentierten die Akteure ihre Vorschläge.

Im Saal des Hotels am Markt waren neben Mitwirkenden an den geplanten Projekten für lebendige Ortskerne auch Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken (Fürstenau), Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay (Neuenkirchen), Samtgemeindebürgermeister Horst Baier (Bersenbrück) sowie die Wirtschaftsförderin Katharina Vater (Artland).

Infomöglichkeiten an den Ortseingängen

Die Veranstaltung moderierte Dèsirèe Stelzner vom Dienstleister Sweco aus Bremen. Sie bat die Vertreter der Gruppen um ihre jeweiligen Projektideen. Zunächst hatten die Sprecher aus dem Artland das Wort, um ihre Ideen für eine lebendige Ortskerngestaltung vorzustellen. Badbergen könnte sich vorstellen, an den Ortseingängen besonders für Radwanderer eine rustikale Möblierung in Verbindung mit Infomöglichkeiten zu installieren. Badberger Sagen sollten hier an vier Standorten präsentiert, Gäste so in den Ort gelenkt werden, hieß es.

Überdimensionale Stühle als Hingucker

Die Ankumer Gruppe stellte unterdessen fest, dass es immer wieder an Sitzgelegenheiten im Ort mangele. Als Blickfang seien hier auch überdimensionale Stühle ein Hingucker.

Für Bersenbrück wurden als interessante Innovationen ein Summstein sowie ein begehbares Xylofon, Lightshows (Projektionen, vergleichbar mit den Installationen an den Salinen in Bad Rothenfelde) an bestimmten historischen Gebäuden und Informationsstelen aus Metall vorgestellt.

Baugebiete verbindender Spielplatz

„Für Eggermühlen gibt es die Idee, einen Baugebiete verbindenden Spielplatz aufzuwerten. Digitale Informationstafeln (offenes WLAN, QR-Codes) mit Aufwertung der vorhandenen Pavillons im Ortskern stellte Kettenkamp als „ihr Projekt“ vor. Diese zeigen beispielsweise aktuelle Veranstaltungen im Ort an, können für die Gewerbetreibenden aber auch zu Werbezwecken genutzt werden. Eine offene Bücherkiste, zum Beispiel in Telefonzellenformat, gehört ebenfalls zu den Kettenkamper Überlegen.“

In Gehrde hingegen ist die Gruppe noch damit beschäftigt, ein Meinungsbild der jüngeren Bevölkerung zu interessanten Innovationen zu erstellen.

Bildergalerien zur Entwicklung von Gebäuden

Die Fürstenau legen – ebenso wie die Kettenkamper – viel Wert auf die digitale Erschließung der Innenstadt. Über OR-Codes an den historischen Gebäuden können Tondokumente zum einen in sachlicher Form die Geschichte des Objekts vermitteln, zum anderen sei es denkbar, Dönkes in humorvoller Form zu präsentieren. Zudem könnten Bildergalerien gezeigt werden, die die jeweiligen Objekte im Wandel der Zeit darstellen.

Weiterhin skizzierten die Fürstenauer – die als einzige ihre Vorhaben digital präsentierten –die Projekte Radweg über die ehemalige Bahntrasse, Beschallungsanlage und Bücherkiste. Dieses seien aber Ideen, die außerhalb dieser Förderung weiter verfolgt werden sollten, hieß es.

Ein Zaun wie früher

Sitzgelegenheiten für Radtouristen, und zwar eine Rundbank in Obenberge sowie eine nach historischem Vorbild konzipierter Zaun um das Heimathaus kann sich hingegen Berge vorstellen.

Zum Abschluss der Präsentation gab es die entsprechenden Ideen aus Neuenkirchen mit seinen Gemeindeteilen Voltlage und Merzen. In einer kommenden 72 Stunden-Aktion könnte ein abgängiger Dorftreffpunkt erneuert und mit Informationsmöglichkeiten versehen werden. In Merzen wartet ein museumsreifer Stadtplan auf seine Erneuerung. Der Ortsmittelpunkt soll vorangebracht; die Highlights – unter anderem ein Hügelgräberfeld – beworben werden. In Neuenkirchen selbst sind belastbare Fahrradboxen mit Ladestation am Café im Elisabehtstift erforderlich.

Jury entscheidet über Projekte

Die Ideen müssen nun bis zum 29. Oktober bei der Jury mit Vertretern der IHK, der Kommunen, derHochschule Osnabrück und dem Amt für regionale Landesentwicklung zur Auswahl und Bewertung vorliegen. Insgesamt geht es um 60000 Euro.


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