Weg für Sanierung frei Auch Samtgemeinde Fürstenau stimmt Finanzierungsmodell für IGS zu

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Fürstenau. Der Rat der Samtgemeinde Fürstenau hat einstimmig dafür votiert, auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses vom 17. September eine Vereinbarung zur Übernahme von Kosten für die IGS abzuschließen. Damit ist der Weg zur langersehnten Sanierung der Schule endgültig frei.

Wie berichtet, waren den beiden Beschlüssen seit dem Einstieg in die Diskussion im Jahr 2013 lange Verhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft und Beteiligung des Landkreises an den Investitionskosten vorausgegangen. Seit 1981 befindet sich die Integrierte Gesamtschule in der Trägerschaft der Samtgemeinde. Seit dieser Zeit gab es mehrere Vereinbarungen, wie die Schulsachkosten und Investitionskosten zwischen Samtgemeinde und Landkreis verteilt werden sollen, denn originärer Träger der Gymnasien ist der Landkreis Osnabrück. Den gymnasialen Anteil der Schüler, die das Abitur an der IGS erwerben, muss der Landkreis also auch zahlen.

Vereinbarung begrüßt

Wie sich im Laufe der Beratungen herausstellte, ist aktuell eine Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis nicht möglich. So kam es zum Grundsatzbeschluss, künftig keinen Sonderzuschuss zu den Baukosten für die IGS zu gewähren. Vielmehr sollen die für Investitionen und Sanierungen anfallenden Kosten in die Schulsachkosten integriert werden. Der Landkreis ist bereit, bis zu 80 Prozent der anfallenden Ausgaben und Investitionen zu tragen.

Sowohl CDU/FDP als auch SPD/Grüne begrüßten die Vereinbarung über die Eckpunkte zur künftigen Finanzierung der IGS. „Das ist ein akzeptables Abrechnungssystem“, erklärte Matthias Wübbel (SPD). Er hoffe, dass nun zeitnah entschieden werden könne, wie es mit der IGS weitergehe – einerseits wegen des Sanierungsbedarfes an der Schule baulich, andererseits mit Blick auf digitale Lernmittel pädagogisch.

Schnell handeln

Das sah Friedhelm Spree (CDU) ebenso. „Wir sind fest entschlossen, bald zu handeln“, betonte er. Die IGS liege ihm am Herzen, zumal er dort zehn Jahre Elternratsvorsitzender und zudem auch im Förderverein aktiv gewesen sei. Die Schule habe eine hohe pädagogische Kompetenz und eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Sie sei dabei keineswegs nur eine Schule für Fürstenau, sondern eine für den gesamten Nordkreis. Auch deshalb sei das nun gefundene Finanzierungsmodell in Ordnung.

Das sah Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken ähnlich. Die IGS sei keineswegs nur für die Fürstenauer da. Deshalb sei auch der Landkreis gefordert. Auch er lobte das pädagogische Konzept der IGS. Daraus ergebe sich auch ein Raumkonzept, das es nun Schritt für Schritt umzusetzen gelte. Die IGS sei gut aufgestellt und zukunftsfähig.

Welche Bauprojekte zu welchen Kosten?

Die Verwaltungen in Osnabrück und Fürstenau müssen nun zunächst klären, welche Bauprojekte zu welchen Kosten in den nächsten Jahren tatsächlich anfallen werden. Auf dieser Grundlage können auch die jeweiligen finanziellen Belastungen ermittelt und gesteuert werden. Unstrittig dürfte dabei sein, dass der Klassentrakt für die Jahrgänge fünf und sechs auf jeden Fall fällig ist. Er stammt noch aus den Gründertagen der IGS in den 70er-Jahren.


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