Nicht alltägliches Szenario Feuerwehren üben in Hollenstede die Rettung von Verschütteten

Von Jürgen Schwietert

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Fürstenau. Wenn es im Grenzgebiet einer Gemeinde zu einem Unglück kommt, ist hin und wieder die benachbarte Feuerwehr schneller vor Ort als die eigenen. Aus diesem Grund haben sich die Fürstenau und Schaler entschlossen, einmal jährlich gemeinsam zu üben. Nun war es wieder soweit.

Die Feuerwehrleute trafen sich in dieser Woche zur Übung auf dem Gelände der Firma Hopster in Hollenstede. Mit von der Partie war auch die Feuerwehr aus Schwagstorf. Übungsleiter Holger Wilke hatte ein nicht alltägliches Szenario vorgegeben. In der Lagerhalle brannte nach technischem Defekt ein Gabelstapler. Zudem waren vier Mitarbeiter nicht auffindbar. Gleichzeitig kam es beim Abladen von Bauschutt auf dem Platz hinter der Halle zu einem Unfall. Dort galt es, zwei verschüttete Personen zu bergen. Kurzum: Die drei Feuerwehren waren richt gefordert.

Getrennt arbeiten, vereint helfen

Die Regie führten die Feuerwehren vom neuen Einsatzleitwagen (ELW I) der Fürstenau aus, der zugleich seine Feuertaufe absolvierte. Die Helfer bildeten Einsatzabschnitte mit Funkkanaltrennung. Damit übertrug Einsatzleiter Uwe Brinkers einen Teil der Aufgaben an den Gruppenführer des Hilfeleistungsfahrzeuges, der den Einsatzabschnitt II bildete. Dessen Besatzung und weitere Fürstenauer Kräfte sowie die Schwagstorfer hatten die Aufgabe, die Verschütteten zu retten. Feinfühlig gingen die Einsatzkräfte vor, betreuten die Verschütteten soweit wie möglich, sicherten und hoben Betonplatten an und zogen die Personen aus dem Schutt, um sie dem Rettungsdienst zu übergeben. Dabei kamen mechanische Rettungsgeräte sowie Hebekissen zum Einsatz.

Gut ausgearbeitetes Szenario

Im Einsatzabschnitt I rüsteten sich unterdessen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz aus und gingen in das stark verqualmte Gebäude. Zügig fanden sie die vermissten Personen, retteten sie und brachten sie zum Verletztensammelplatz.

Bei der Abschlussbesprechung dankte Ortsbrandmeister Gunnar Tetzlaff, der zusammen mit der neuen Fachdienstleiterin Magdalena Föcke und Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen die Übung beobachtete, den Übungsleitern Holger Wolke und Felix Braun für das gut ausgearbeitete Szenario ebenso wie Peter und Volker Hopster für die Bereitstellung des Geländes.

„Menschenrettung gut gelaufen“

Reiner Berndsen lobte wiederum besondere die gelungenen Arbeit bei der Rettung der Verschütteten. „Die Menschenrettung ist sehr gut gelaufen“, betonte er.

Auf die gemeinsamen Übungen ging Zugführer Jan Henric Finke ein. „Die Zusammenarbeit sei sehr interessant gewesen, betonte er. Ein Lob für das gute Szenario und die koordiniert abgewickelte Übung gab es auch vom Schwagstorfer Ortsbrandmeister Josef Hemme.

Klaus Henning Schönborn ging auf die Arbeit im ELW I ein. Das Fahrzeug habe sich bewährt, erklärte.

Ein Dank galt überdies den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die als Verletztendarsteller mitwirkten. jesc


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