Diskussion im Rat Eine neue Freizeit- und Sportanlage für die Gemeinde Berge?

Von Jürgen Ackmann, 11.09.2018, 16:47 Uhr
Auf diesem Acker könnte – angrenzend zum Sportplatz am Buchbach im Hintergrund – eine neue Freizeit- und Sportanlage entstehen. Foto: Jan Ackmann

Berge. Soll die Gemeinde Berge Planungen für eine Freizeit- und Sportanlage im Bereich „Upberg“ – angrenzend an den Fußballplatz am Buchbach – vorangetrieben und erneut einen Förderantrag stellen? SPD/Grüne sagen „ja“. Die CDU sagt „nein“.

Der jüngsten Debatte im Rat war zunächst ein Beschluss von 2017 vorausgegangen, einen Förderantrag für den Bau einer „vereinsunabhängigen Freizeit- und Sportanlage“ zu stellen. Maximal hätte die Gemeinde Berge bei geschätzten Baukosten von 750000 Euro 500000 Euro an Fördergelder erhalten können. Allerdings hatten im Weser-Ems-Gebiet auch noch andere die Idee, sich Fördergelder zu sichern. Insgesamt lagen 74 Anträge vor. Wie das Amt für regionale Landesentwicklung mitteilte, sei die Gemeinde Berge nach der Bewertung durch eine Kommission auf den Listenplatz 15 eingestuft worden. Normalerweise eine gute Platzierung. Aber wegen der langen Regierungsbildung – verbunden mit der späten Verabschiedung des Bundeshaltes – konnten die Bundesmittel nicht freigegeben werden. Die Folge: Nur mit EU- und Landesgeldern war lediglich eine Förderung bis Platz acht möglich.

Land hat Fördermittel aufgestockt

In der jüngsten Sitzung des Rates ging es nun um die Frage, ob die Gemeinde zum 15. September erneut einen Antrag stellen soll. Wie das Amt für regionale Landesentwicklung mitteilte, seien die Aussichten, Fördergeld zu erhalten, für das nächste Jahr deutlich besser. Dann lägen wieder Bundesmittel bereit. Zudem habe das Land seine Fördermittel aufgestockt.

Würde das Geld 2019 tatsächlich fließen, könnten laut vorliegender Planung direkt neben dem Sportplatz am Buchbach unter anderen ein Beachvolleyballfeld, ein Badmintonplatz, ein weiteres Fußballfeld, ein Zelt- und Jugendplatz, Parkplätze für Wohnmobile sowie ein Gerätehaus nebst Schutzhütte entstehen. Ein Vorteil: Der ein ganzes Stück weiter entfernt liegende Trainingsplatz könnte in eine Gewerbefläche umgewandelt werden, da er an die bestehenden Flächen mit den Firmen Segler und Adling&Lübben angrenzt. Überdies gäbe es zusätzliche Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Auch die TuS-Fußballer müssten nicht mehr längere Fußweg in Kauf nehmen, um zum Trainingsplatz zu gelangen.

CDU: Besser in Bauplätze investieren

So weit, so interessant. Aber: Nach Auffassung der CDU kann sich die Gemeinde Berge dieses Projekt nicht leisten, selbst wenn 500000 Euro flössen, wie Sprecher Burkhard Hömme betonte. Auch die 250000 Euro seien angesichts der gegenwärtigen finanziellen Situation sowie der anstehenden Projekte der Gemeinde zu viel. Die begrenzten Mittel, die der Kommune zur Verfügung stünden, sollten besser in die Schaffung von Bauplätzen investiert werden, so Burkhard Hömme.

Für SPD/Grüne erklärte Uwe Moormann, dass sich die Gemeinde Berge die Chance auf die 500000 Euro auf keinen Fall entgehen lassen solle. Er wies auf die Vorzüge einer neuen Freizeit- und Sportanlage direkt neben dem Sportplatz am Buchbach hin, der eben auch verkürzte Wege für den TuS bedeute. Mit der Mehrheit von SPD/Grüne und gegen die Stimmen der CDU sprach sich der Gemeinderat schließlich dafür aus, erneut einen Antrag beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems auf Fördergelder zu stellen.

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