Zuschauer begeistert Fürstenauer Burgspieler boten Gästeführung der besonderen Art

Von Maria Kohrmann-Unfeld

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Im vollen Einsatz: Die Fürstenauer Burgspieler  boten eine Gästeführung der besonderen Art. Neben Infos über Land und Leute gab es immer wieder Schauspieleinlagen. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldIm vollen Einsatz: Die Fürstenauer Burgspieler boten eine Gästeführung der besonderen Art. Neben Infos über Land und Leute gab es immer wieder Schauspieleinlagen. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

mkun Fürstenau. Mehr als 50 Gäste waren in Fürstenau Zeugen eines besonderen mittelalterlichen Spektakels, das sich vom Marktplatz bis über die Schlossinsel erstreckte. Die Fürstenauer Burgspieler spielten ihre Rollen so überzeugend, das die Zuschauer hellauf begeistert waren.

Erstmals trug Mine, die Bischofsmagd, ein Head-Set, damit die vielen Teilnehmer sie auch akustisch gut verstehen konnten. Während sie höchst amüsant über interessante Fürstenauer Geschichte und Geschichten plauderte, wurde sie immer wieder unterbrochen von den Burgspielern, die seit diesem Jahr im Einsatz sind und Begebenheiten aus alter Zeit anschaulich und lebendig in Szene setzten.

Die Gäste wurden beispielsweise Augenzeugen einer wilden Verfolgungsjagd auf den legendären „Wilden Jan“ und erlebten dessen Festnahme. Dabei ging es ganz und gar nicht zimperlich zu, zudem fiel so manch derber Ausspruch. Hin und wieder waren auch plattdeutsche Töne zu hören. Als dann das Horn des Nachtwächters ertönte, zuckte so manch ein Zuschauer zusammen.

Tratschende Waschweiber am Schlossteich

Von der Schlossbrücke aus konnten die Gäste überdies zwei Waschweiber beobachten, die im Schlossteich reichlich schmutzige Wäsche zu waschen hatten und dabei die neuesten Klatschgeschichten zum Besten gaben. Im Schlossinnenhof warf eine streitbare Bäuerin wütend mit Äpfeln um sich, nachdem sie vom gestrengen Richter zu sechs Wochen Arrest verurteilt worden war.

Mine kam anschließend mit ihrer Gruppe gerade noch rechtzeitig am sich in der Renovierung befindlichen Gefängnis an, als ein Mörder in die Todeszelle gesperrt wurde. Alle Gefängnisinsassen wurden zur Besichtigung freigegeben.

Letzte Station war die Nordost-Bastion. Beim Betreten hörte man schon schaurige Stimmen und Kettenrasseln, sodass Kinder ängstlich die Hand der Mutter ergriffen.

Weitere Aufführung am 24. November

Nach gut 90 Minuten war der ganze Spuk vorbei. Die Gäste waren hellauf begeistert. Viele Kinder und Jugendliche waren dabei, denen diese Art der Gästeführung ausgesprochen gut gefiel. Immer wieder wurden die Spielszenen durch Applaus unterbrochen. Wer einen kurzweiligen Nachmittag erleben möchte, sollte sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.

Die nächste öffentliche Führung findet am Samstag, den 24. November um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist der Marktlatz. Die Führung wird zum Preis von 5 Euro angeboten. Anmeldungen nimmt das Touristische Informationsbüro (TIB) entgegen (Anke Höpker, Telefon: 05901/932077 und Sandra Fenstermann, Telefon: 05901/932019).


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