Drei Bauprojekte 2019 Samtgemeinde Fürstenau investiert in Kindergarten und Schulen

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Fürstenau/Bippen/Berge. Die Samtgemeinde Fürstenau will 2019 drei große Bauprojekte in Angriff nehmen beziehungsweise unterstützen – die Erweiterung der Grundschule Fürstenau und den Ausbau des St. Servatius-Kindergartens in Berge zum einen. Zum anderen will die Kommune den Turnhallenneubau in Bippen finanziell unterstützen.

Die Zeiten des eisernen Sparens haben sich gelohnt. Die Samtgemeinde steht finanziell so gut da, wie lange nicht mehr. Nun allerdings heißt es, den entstandenen Sanierungsstau mit Augenmaß aufzulösen – ohne dabei erneut in monetäre Schieflage zu geraten. Aus diesem Grunde haben sich Verwaltung und Politik in vielen Gesprächen mit der Frage auseinandergesetzt, wie hier die Prioritäten im Rahmen eines längerfristigen und vorausschauenden Konzeptes gesetzt werden können, das nach dem politischen Willen vornehmlich auf die Bereiche Familie und Bildung abzielt.

Steigende Anmeldezahlen, wenig Platz

Das Ergebnis für 2019 liegt nun vor und war in dieser Woche Gegenstand der Beratungen im Ausschuss für Finanzen und strategische Entwicklung. Danach gibt es besonderen Handlungsbedarf an der Grundschule in Fürstenau. Dort steigen die Anmeldungen für den Ganztagsbereich stetig an. Allerdings sind die Platzkapazitäten begrenzt. Auch ist der tägliche Weg zur Mensa der benachbarten IGS angesichts der steigenden Schülerzahlen nur noch mit großem organisatorischen Aufwand möglich, wie die Verwaltung in einer Vorlage feststellt. Es seien zusätzliche Räume für eine eigene Mensa und den Ganztagsbetrieb notwendig.

Positiv für die Samtgemeinde: Im Rahmen des niedersächsischen „Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes“ – übrigens NKomInvFöG abgekürzt – stellt das Land für finanzschwache Kommunen Geld zur Verbesserung der Schulinfrastruktur bereit. Für die Samtgemeinde ist eine Förderhöchstgrenze von rund 608000 Euro festgesetzt worden. Bei einem Eigenanteil von zehn Prozent soll dieses Geld nun für die Erweiterung der Grundschule Fürstenau genutzt werden. Schulleiterin Anika Tetzlaff und Stellvertreterin Renate Hundrup, die die Sitzung verfolgten, freuten und bedankten sich. Sie hatten sich schon seit längerer Zeit einen Anbau gewünscht.

Bistum beteiligt sich an Finanzierung

Räumliche Engpässe gibt es auch im St.-Servatius-Kindergarten in Berge. Die Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung hat deshalb im Herbst 2017 den Antrag auf Finanzierung eines Anbaues unter anderem für einen Bewegungs-, Essens- und Besprechungsraum gestellt. Der Anbau ist auch deshalb notwendig, weil der Kindergarten nur für drei Gruppen geplant ist. Seit geraumer Zeit werden dort aber vier Gruppen betreut. Die Folge: Der Bewegungsraum ist in den Keller verlegt worden, um im Erdgeschoss Platz zu schaffen. Das Bistum will sich mit 20 Prozent an den Kosten für das Bauvorhaben beteiligen, die Planungen sind bereits weit gediehen.

Weiterhin will die Samtgemeinde die Bippener beim Bau der ebenfalls dringend notwendigen Turnhalle mit 250000 Euro unterstützen. Entsprechende Mittel standen bereits für 2018 bereit, konnten aber nicht abgerufen werden, da der Antrag der Gemeinde Bippen auf Fördermittel noch nicht positiv beschieden worden ist. Die Verantwortlichen gehen aber davon aus, für 2019 die erhofften Fördergelder zu erhalten. Pläne für das Bauprojekt liegen ebenfalls vor.

Auflösung des Sanierungstaus

Für die Gruppen CDU/FDP sowie SPD/Grüne begrüßten Friedhelm Spree und Volker Brandt, die langfristige Planung, die sich zum einen an der Dringlichkeit von Sanierungsarbeiten, aber auch an der Möglichkeit orientierten, Mittel aus Fördertöpfen zu gewinnen. Es sei gut, dass bereits im Sommer 2018 klar sei, was für den Haushalt 2019 finanziell eingeplant werden müsse. So gingen Planung und Realisierung Hand in Hand. Dass die drei Projekte im kommenden Jahr erst der Anfang bei der Auflösung des langen Sanierungsstaus seien, machten die beiden Kommunalpolitiker zudem deutlich.


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