Beratung im Ausschuss Wie viele Spielplätze benötigt die Stadt Fürstenau?

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Einer von 23 öffentlichen Spielplätzen in der Stadt Fürstenau und ihren Ortsteilen befindet sich an der Reinhold-Stief-Straße. Foto: Jürgen SchwietertEiner von 23 öffentlichen Spielplätzen in der Stadt Fürstenau und ihren Ortsteilen befindet sich an der Reinhold-Stief-Straße. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Derzeit gibt es in der Stadt Fürstenau 23 öffentliche Spielplätze. Werden die überhaupt noch alle benötigt? Eine Frage, mit der sich der der Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss beschäftigte und die demnächst im zuständigen Fachausschuss weiter beraten werden soll.

„Bericht über die Kosten für Spielplätze in der Stadt Fürstenau“ hieß der Tagesordnungspunkt. Fachdienstleiterin Monika Kolosser stellte hier zunächst die aktuelle Situation vor. Neben den 18 Plätzen in Fürstenau selbst gibt es aktuell weitere fünf in Schwagstorf, Hollenstede und Settrup. Drei Plätze in Schwagstorf und Fürstenau sind in den vergangenen Jahren „zurückgebaut“ worden, wie es in der Fachsprache heißt. Einer ist im Sommer wieder hinzugekommen, und zwar wegen des Baugebietes am Schwarzen Weg. Im Haushalt waren dafür 14000 Euro für die Spielgeräte, eine Bank mit Abfallbehälter sowie ein Zaun bereitgestellt worden.

Wöchentliche Spielplatzkontrollen

Darüber hinaus kümmert sich die Stadt auch um die Skate-Anlage am Bürgerpark, die Spielgeräte am Marktplatz vor der St. Georg-Kirche sowie um die Spielgeräte entlang der Großen Straße.

2016, 2017 und 2018 hat die Stadt für die „Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens“ der insgesamt 23 Kinderspielplätze jeweils 6500 Euro bereitgestellt. Dafür ist im Frühjahr beispielsweise der Sand in den Kästen ausgetauscht worden. Außerdem sind mit dem Geld Pflegearbeiten für die Grundstücke durchgeführt worden.

Weiterhin hat die Kommune in den vergangenen Jahren jeweils 3700 für den Unterhalt des „beweglichen Vermögens“ im Haushalt eingeplant. Mit dem Geld sind ebenfalls Mängel an Spielgeräten behoben worden, die der Bauhof bei den Spielplatzkontrollen festgestellt hat.

10.000 Euro für Neuanschaffungen

Schließlich zahlt die Stadt noch eine jährliche Pacht in Höhe von 204,36 Euro für den Spielplatz an der Kranenpohlstraße in Fürstenau. Im Haushalt sind dafür jeweils 300 Euro eingeplant.

Das macht insgesamt eine Summe von 10500 Euro, die 2016, 2017 und nun 2018 jeweils eingeplant worden sind. Die Mittel sind aber zumindest 2016 und 2017 nicht voll ausgeschöpft worden.

Darüber hinaus hat die Stadt für 2016, 2017 und 2018 jeweils 10000 Euro im Haushalt für Ersatz- und Neuanschaffungen eingeplant, wie Monika Kolosser erläuterte. Außerdem sind für das Haushaltsjahr 2018 zusätzlich für den Austausch maroder oder beschädigte Bänke und Abfallbehälter 20000 Euro eingeplant worden.

Lohnen sich die Investitionen?

Lohnen sich alle diese Investitionen? Das fragte sich Bürgermeister Herbert Gans in der Sitzung und verwies zum einen darauf, dass beispielsweise der Spielplatz an der Wilhelm-Busch-Straße regelrecht verwaist sei. Zum anderen hätten viele Familien ihre Gärten angesichts der vielen Geräte dort bereits in Spielplätze verwandelt. Müsse die Stadt da überhaupt noch so viele Spielplätze vorhalten?

Die Verwaltung sieht die Dinge ähnlich. Sie sieht es als Daueraufgabe an, zu überprüfen, ob weitere Spielplätze zurückgebaut werden können, wenn sie kaum noch genutzt werden.


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