Grundschüler im Einsatz Viel Spaß bei den Waldjugendspielen in Fürstenau

Von Maria Kohrmann-Unfeld

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mkun Fürstenau. Die Drittklässler der drei Grundschulen in Fürstenau und Schwagstorf hatten bei den Waldjugendspielen im Pottebruch großen Spaß und lernten dabei auf spielerische Weise viel Wissenswertes über die Pflanzen und Tiere im Wald.

Hubert Kemme-Möller, Hegeringsleiter und passionierter Jäger, war der Mann, der diese lehrreiche Expedition möglich machte. „Mir ist es wichtig, Kinder mit der Natur vertraut zu machen“, so der ehemalige Lehrer. Wie in den Vorjahren nahm er Kontakt zu den drei Schulen auf und stellte dort sein Konzept vor. Im Vorfeld beschäftigten sich die Schüler mit den Verhaltensregeln im Wald. Tatkräftig unterstützt wurde die Aktion von der Jägerschaft des Hegerings Fürstenau und von Eltern, die sich um die Betreuung der zwölf Stationen kümmerten.

Am frühen Morgen machte sich Hubert Kemme-Möller auf den Weg zum Pottebruch, um die Anlaufstellen auf der 1,5 Kilometer langen Strecke herzurichten.

Sonderpunkte für zurück gebrachte Trinkpäckchen

Voller Vorfreude kamen die Schüler mit ihren Lehrern, ausgestattet mit Rucksack, Gummistiefeln und langen Hosen zum Schutz gegen Zeckenbisse. In Kleingruppen ging es an den Start. Dort erhielten die Gruppenleiter die Aufgabenmappen. Jedes Kind bekam zudem einen Anstecker mit einem Tierbild und ein Trinkpäckchen. Damit hatte es eine besondere Bewandtnis: „Für jedes leere Trinkpäckchen, das die Kinder aus dem Wald zurückbringen, gibt es einen Sonderpunkt“, so Hubert Kemme-Möller.

Die sieben Freunde Sebastian, Jan, Alex, Jason, Christoph, Luca und Miguel wurden an der ersten Station von Stefan Kolosser erwartet. Hier galt es, vier Baumarten zu bestimmen. Die Jungen rätselten: „Hat die Buche eine glatte Rinde?“ „Ist das eine Tanne oder eine Fichte?“ Bernd Haverkamp und Rita Marx schickten sie dann weiter zu Bernd Rohe, der Kiefernzapfen bereithielt, die die Schüler aus einiger Entfernung in einen Eimer werden mussten. „Gar nicht so einfach“, stellten sie fest. Weiter ging es zur nächsten Station, wo Heinz-Josef Richter den Schülern Schwänze und Federn von Tieren des Waldes zeigt, die erkannt werden müssen. „Fuchsschwanz und Eichhörnchenschweif“, das wussten alle. Beim Wildschwein-Bürzel mussten die Schüler aber passen.

Kräftiges Waidmannsheil

Auf dem Weg zur fünften Station trafen die Jungen auf eine Mädchengruppe. Nun wurde erst einmal das Frühstücksbrot ausgepackt. So gestärkt, konnten die Jungen und Mädchen weitere Aufgaben angehen. Paula, Edda, Clea, Jana, Cleo und Paula schauten sich die Präparate an, die Anton Niemann ihnen zeigte. Sie erkannten sofort die Libelle und den Hirschkäfer. Ein wenig ekelten sie sich beim Anblick des Gewölles einer Eule.

Alfons Haarannen begrüßte die Mädchen anschließend mit einem kräftigen „Waidmannsheil“. Bei ihm ging es um Treffsicherheit. Die Schülerinnen mussten möglichst viele Baumscheiben treffen. Das erforderte hohe Konzentration.

Bei Holger Eickermann wiederum setzten Till, Heidi, Jonas, Ole, Emma, Malak und Thies mithilfe von Holzscheiben, die Buchstaben tragen, Tiernamen zusammen. Gleich nebenan erkundeten sie die Vogelwelt. Eule, Taube, Fasan, Elster und Eisvogel konnten sie bestimmen. Den Vogel mit dem langen, geraden Schnabel erkannten sie nicht. „Das ist eine Schnepfe“, erklärte Leo Lausberg.

Bestimmung von Bisam, Iltis und Marderhund

Bei Hubert Schulte brauchten die Kinder ein feines Gehör, um die Stimmen von Kuckuck, Elster, Krähe, Taube, Ente und Eule zu unterscheiden. An der zehnten Station ging es um das Ertasten der Früchte des Waldes. Jörn Eickermann stoppte die Zeit. Die Ausbeute nach fünf Minuten: Walnuss, Eichel, Buchecker, Fichtenzapfen, Kastanie, Ahornpropeller, Haselnuss. Übrig bleibt die Hagebutte. Kniffelig wurde es auch bei der Bestimmung von Bisam, Iltis, Marderhund, Waschbär und Biber. August Kemme wertete das Ergebnis aus.

An der letzten Station stellen Carmen Höveler und Bernhard Gerdes den Schülern Fragen zum richtigen Verhalten im Wald. „Man darf kein Feuer machen“, wusste beispielsweise Till.

Dann haben die Schüler es geschafft. Der Parcours ist bewältigt. „Das hat richtig Spaß gemacht“, schwärmt Heidi.

„Aus Zeitgründen findet die Siegerehrung heute nicht mehr statt“, entschied Hubert Möller. Er wird in der nächsten Woche alle drei beteiligten Grundschulen aufsuchen und die Preisverteilung vornehmen.


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