Jetzt auch Dachboden zugänglich Meyer Haus Berge zeigt erstmals wertvolle Urkunde

Von Jürgen Schwietert

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Aus den Händen von Ulrich Geers erhält Museumsbeauftragte Renate Simper, hier mit dem Vorsitzenden Ingo Hollermann, die historisch wertvolle Urkunde. Foto: Jürgen SchwietertAus den Händen von Ulrich Geers erhält Museumsbeauftragte Renate Simper, hier mit dem Vorsitzenden Ingo Hollermann, die historisch wertvolle Urkunde. Foto: Jürgen Schwietert

Berge/Fürstenau. Der Heimatverein Berge freut sich über eine historisch wertvolle Urkunde. Sie wurde ihm von Ulrich Geers aus Fürstenau übergeben. Das Dokument beurkundet den Verkauf einer Weide im Jahre 1665.

Das wertvolle Stück schlummerte lange Jahre in einer Schublade des Rechtsanwalts und Notars aus Fürstenau. Die Urkunde wurde ihm von Anneliese Tepe-Krämer aus Bippen überlassen. Sie stammt vermutlich aus dem Nachlass ihrer Vorfahren. Jetzt findet das Zeitdokument einen Platz im Museum Meyer Haus. Sie kann erstmals beim Herbstmarkt am 1. und 2. September 2018 in Augenschein genommen werden.

Der Richter zu Fürstenau Joannes Senff beurkundete das Schriftstück. Beurkundet wurde ein Verkauf von Friedrich Bartholts aus Berge an Tholen Tepen zu Anten. Bezeugt wurde der Handel von Joachim Worden von Bergen und Johan von den Kotten, Ohrte, Kirchspiel Bippen.

Museum am Wochenende geöffnet

„Des Hochwürdigst und Durchleuchtigsten Fürsten und Hem, Hern Ernest Augusten, Bischoffen zue Osnabrügk, Hertzogen zu Braun-schweigh und Leunenburgh p., unsers gnedigsten Fürsten und Heren“, beginnt die Urkunde. Und weiter heißt es im Originaltext: „Wir Joannes Sennff, beaidter Richter zue Fürstenaue und Gograeffe zu Schwagstorff thuen kundt, bekennen und betzeugen in und mit dießem offenen versiegelten Kauffbrieffe vor allermenniglichen, daß heut dato untenbenent vur unß im Gerichte persohnlich erschienen und gekommen ist der ehrsamer Friederich Bartholts, im Dorfe Berge wohnhafft.“

Der komplette, sehr interessante Text ist in seiner Ursprungsform im Museum zu lesen. Das Museum ist am Samstag von 16 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Erstmals ist der Dachboden für Besucher zugänglich. Es sind neue Exponate ausgestellt. Das Museum ist am Sonntag ab 11 Uhr geöffnet. Je nach Wetter sind vor dem Museum oder im Museum Weber in Aktion. Sie zeigen nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch Kunstwerke.


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