Seit 50 Jahren im Dienst Jugendfeuerwehr Fürstenau bereitet ihr Jubiläum vor

Von Jürgen Schwietert

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Ein Grund zum Feiern: Die Jugendfeuerwehr aus Fürstenau begeht am 26. August 2018 ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür auf der Schlossinsel. Foto: Jürgen SchwietertEin Grund zum Feiern: Die Jugendfeuerwehr aus Fürstenau begeht am 26. August 2018 ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür auf der Schlossinsel. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. 50 Jahre ist die Jugendfeuerwehr Fürstenau alt. Das Jubiläum wird am 26. August 2018 mit einem Tag der offenen Tür auf der Schlossinsel und am 15. September 2018 mit einem Sportturnier gefeiert.Ein Rückblick.

Im Jahre 1968 überlegte sich der damalige Ortsbrandmeister Heinrich Früke zusammen mit Kurt Seide, auch in Fürstenau eine Jugendfeuerwehr (JF) auf die Beine zu stellen. Nach umfangreichen Vorbereitungen war es dann im Mai des Jahres so weit. Kurt Seide hatte mehrere junge Leute von der Idee einer JF begeistern können. Und so kam es dann zur Gründung. Mit dabei waren Reinhard Hemmelgarn, Jörg zur Överst, Otto West, Manfred Weißbeck, Manfred Flütmann, Bernd Kolosser, Peter Hoffmann, Manfred Senger und Dieter Hülsmann.

Reinhard Hemmelgarn ist nach wie vor in der Feuerwehr und hatte zeitweise das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters inne. Alle zwei Wochen wurde am Samstagnachmittag geübt und „Dienst geschoben“. Dabei war in der ersten Zeit noch verstärkt die jüngst vom Feuerwehr Oldtimer Club Fürstenau restaurierte Handdruckspritze im Einsatz. Die jetzt älteren Kameraden erinnern sich noch an die erste realistische Übung in Hollenstede. Der JF gehörten 1973 16 Jungen an. Seit 1974 unterstütze Reinhard Hemmelgarn den Jugendfeuerwehrwart Kurt Seide bei der Leitung der JF. Von den damals Aktiven ist neben Reinhard Hemmelgarn noch Helmut Seide, beide nun in der Altersabteilung, in der Feuerwehr Fürstenau. In den ersten Jahren paukte die JF-Führung dem Nachwuchs die Sitzordnung im Löschgruppenfahrzeug (LF 8) ebenso ein wie das Kuppeln von Schläuchen. Jeder Handgriff saß. Die jungen Leute engagierten sich auch beim Bau des neuen Feuerwehrhauses.

Auch beim Fußball erfolgreich

Und an das große JF-Treffen im November 1973 in Melle denken einige Kameraden auch noch zurück. Damals wurden die jungen Kameraden innerhalb eines größeren Gebietes verteilt und mussten selbstständig den Weg zurückfinden. Unterwegs waren verschiedene Aufgaben zu lösen. Zum Schluss gab es noch einen Fragebogen. Helmut Seide war seinerzeit Schriftführer in der JF.

1974 erfolgte dann der Umzug in das neue Feuerwehrhaus. Im Laufe der Dienste standen immer wieder die feuerwehrtechnische Ausbildung, aber auch sportliche Veranstaltungen im Mittelpunkt. Am Werbetag der JF in Rulle und Wallenhorst holten die Fürstenauer den Siegerpokal im Fußball. Am 4. Dezember 1974 wurde Kurt Seide als Jf-Wart bestätigt. Reinhard Hemmelgarn wurde sein Stellvertreter. 1975 kam Jürgen Fritz als dritte Kraft in die Führungsspitze.

Sternwanderungen und Zeltlager

Das erste Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehren fand vom 13. bis 17. Juni 1975 in Uelsen statt. Selbstverständlich waren die Fürstenauer mit dabei. Reinhard Hemmelgarn übernahm die Leitung der Jugendfeuerwehr. Diese Zeltlager gehören nach wie vor zu den Höhepunkten im Jugendfeuerwehrjahr. Zu den traditionellen Veranstaltungen gehörten auch Sternwanderungen. 1979 wurde diese in Fürstenau angeboten. Ab 1980 waren die jungen Leute auch beim Tischtennisturnier der Großen mit dabei. Ebenfalls hatten die Ferienpasskinder viel Spaß bei der JF-Aktion rund ums Wasser. Auch wirkte sie in diesem Jahr zum ersten Mal an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag mit und ist jetzt in jedem Jahr dabei.

1981 fand ein Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Fürstenau in der Sandkuhle am Hamberg statt. Im Juli 1984 veranstaltete die Feuerwehr Bippen eine Sternwanderung für die Jugendfeuerwehren. Dabei sicherten sich die Fürstenauer Jungen den ersten Platz. Im Herbst 1984 hing Reinhard Hemmelgarn den Jugendfeuerwehrhut an den Haken. Neuer Jugendfeuerwehrwart wurde Jan van Hees; seine Stellvertreter Klaus Kikillus und Eckhard Heitkamp Betreuer. Im Jahr 1986 wurde Carsten Knocke stellvertretender Jugendfeuerwehrwart.

Seit einigen Jahren auch Mädchen dabei

Im Jahr 1987 wurden 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Fürstenau gefeiert, selbstverständlich mit aktiver Unterstützung der jungen Nachwuchslöscher. 1994 übernahm Helmut Seide die JF. Nach 14 Jahren gab er im Jahr 2008 sein Amt an Klaus Henning Schönborn, dem jetzigen Gemeindejugendfeuerwehrwart ab. Seit 2014 steht Felix Braun an der Spitze der Jugendfeuerwehr, in die seit einigen Jahren auch Mädchen aufgenommen werden.

Von 2011 bis 2017 war Karsten Senger stellvertretender JF-Wart. Dieses Amt hat jetzt Jannes Brand t inne. Zum Team gehören im Jubiläumsjahr weiterhin Christian Knocke, Eric Zwetzich und Dennis Nonn sowie noch immer Karsten Senger. Zum Jahresprogramm gehören nach wie vor Zeltlager, darunter das Lager mit der JF Borgsdorf, abwechselt in Fürstenau oder bei der Partnerfeuerwehr im Land Bandenburg. Die JF sammelt die ausgedienten Weihnachtsbäume ein, engagiert sich beim Kinderferienpass und hilft bei den Müllsammelaktionen ebenso wie beim Martinszug und bei der Gendenkstunde am Volkstrauertag. „Alle 14 Tage findet JF-Dienst statt. Jederzeit darf zum Schnuppern am Dienst teilgenommen werden“, so Felix Braun.


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