Tag des offenen Denkmals 2018 Fürstenauer Bastion und altes Amtsgefängnis besichtigen

Von Jürgen Schwietert

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Die Organisatoren freuen sich auf viele Besucher auf der Fürstenauer Schlossinsel am Tag des offenen Denkmals.Foto: Jürgen SchwietertDie Organisatoren freuen sich auf viele Besucher auf der Fürstenauer Schlossinsel am Tag des offenen Denkmals.Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Premiere: Zum ersten Mal werden die Bastion sowie das alte Amtsgefängnis auf der Fürstenauer Schlossinsel am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 präsentiert.

Der Tag des Denkmals steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Koordiniert und unterstützt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. In der Nord-Ost-Bastion wird der Historiker Oberst a.D. Lothar Lenski die interessierten Besucher am 9. September stündlich von 14 bis 17 Uhr durch das historische Bauwerk führen. Die Veranstaltung wird vom Traditionsverband der Pommernkaserne (RK 31) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Archäologie und Stadtgeschichte für Fürstenau organisiert.

Der Verein hat das alte Amtsgefängnis geöffnet und bietet dort neben Informationen einen Imbiss und Getränke an. Die Nord-Ost-Bastion wurde vermutlich um 1527 erbaut. Um 1630 erfolgte eine Erweiterung der Festungsanlage. Der begehbare, renovierte Geschützturm befindet sich an der Zuwegung zum Schlossparkplatz im Schlossteich. Die Nord-Ost-Bastion ist der einzig erhaltene Wehrbau dieser Art weit über das Osnabrücker Land hinaus. Die Mauerstärken betragen sechs Meter. Seine ursprüngliche Höhe lag bei acht Metern über dem Wasserspiegel des Burggrabens. Das Gebäude hat einen Durchmesser von 25 Metern. Die Mauer vor dieser Bastion zeigt den Verlauf der ehemaligen Festungsmauer in Richtung Zugbrücke. Der Turm hat zwei Stockwerke, die über eine Wendeltreppe zu erreichen sind. Im Innern sind verschiedene Bauphasen zu erkennen. Rechts und links vom Eingang liegen Pulverkammern.

Bald: Einladung zur Henkersmahlzeit

Das Amtsgefängnis wurde 1720 erbaut. Dank der Restaurierung durch den Fürstenauer Handwerkerring im Jahr 2002 ist der ursprüngliche Zustand eines neuzeitlichen Gefangenenhauses noch heute erhalten. Das Gebäude hat in seiner Art Alleinstellungscharakter. Mit der Verlegung des Gerichtsortes von Schwagstorf nach Fürstenau durch den Bischof von Osnabrück wurde der Amtssitz auch Gerichtsstandort. Bis 1971 wurde das Gebäude genutzt. Dann wanderte das Amtsgericht nach Bersenbrück ab. Das Gefängnis hatte ausgedient.

Derzeit baut der Verein für Archäologie und Stadtgeschichte unter Federführung von Werner Pries das Gebäude zu einem Erlebnishotel um. Er wird dabei von vielen Firmen, Institutionen und Vereinen aus der Region unterstützt. Spätestens im nächsten Frühjahr können dort Gäste übernachten und beispielsweise eine Henkersmahlzeit zu sich nehmen oder in Sträflingskluft schlafen.


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