Freiwilligendienst Hollenstederin arbeitet in Costa Rica bei einem ökologischen Projekt mit

Von Maria Kohrmann-Unfeld

Dahin geht es: Luca-Luisa Johannemann wird ein Jahr lang in im mittelamerikanischen Land Costa Rica leben und arbeiten. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldDahin geht es: Luca-Luisa Johannemann wird ein Jahr lang in im mittelamerikanischen Land Costa Rica leben und arbeiten. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

mkun Hollenstede. In Hollenstede bereitet sich Luca-Luisa Johannemann auf ein großes Abenteuer vor. Am 20. August wird sie mit 15 jungen Leuten aus Deutschland von Amsterdam aus für ein Jahr nach Costa Rica fliegen, um dort einen Freiwilligendienst in einem ökologischen Projekt zu leisten.

„Mir war schon früh klar, dass ich nach der Schule für eine Zeit ins Ausland gehen möchte, um dort neue Erfahrungen zu sammeln und neue Leute und fremde Kulturen kennenzulernen“, erklärt Luca-Luisa Johannemann. Dabei wird sie von ihren Eltern Tanja und Mark Johannemann unterstützt. Die 19-Jährige hat im Juni ihr Abitur an der IGS Fürstenau gemacht. Genau zu der Zeit erhielt sie von der Organisation „ICJA Freiwilligenaustausch weltweit“ die Nachricht, dass es mit dem Freiwilligendienst in Costa Rica klappt. Das bedeutete zunächst Arbeit. Die Abiturientin musste ein Visum beantragen und viele Behördengänge erledigen. Am vergangenen Montag war sie mit ihren Großeltern in Berlin, um das Visum abzuholen.

Crashkurs in Spanisch

Nun steht ein neuntägiges Vorbereitungsseminar in Witzenhausen bei Kassel an. Hier erhält sie Tipps und Informationen rund um den Aufenthalt in Costa Rica. Luca-Luisa hat während des Abiturs bereits einen VHS-Kurs in Spanisch absolviert und wird in Witzenhausen an einem weiteren Crash-Kurs teilnehmen, um die Sprach ezu lernen. Sie wird zudem die anderen Teilnehmer kennenlernen. Schriftlichen Kontakt hat sie bereits aufgenommen.

Costa Rica sei ihr Wunschland, freut sich Luca-Luisa Johannemann. „Im Internet habe ich mir verschiedene Projekte dort angesehen, die mich sehr angesprochen haben. Dabei ging es um Artenschutz für exotische Pflanzen und Tiere“, so die Hollenstederin. Sie interessiere sich sehr für Biologie und Ökologie und habe passend dazu einen Arbeitsplatz in einem ökologischen Projekt erhalten. Durch die ICJA werde sie nun vor, während Freiwilligendienst pädagogisch vorbereitet und begleitet“, so Luca-Luisa Johannemann.

Helfen im botanischen Garten

Ihre Gastfamilie in Costa Rica wohnt in der Provinz Heredia in einem Ort mit dem wohlklingenden Namen San Francisco, ganz in der Nähe ihres künftigen Arbeitsplatzes. Luca-Luisa Johannemann wird mit ihren Gasteltern, ihrer 24-jährigen Gastschwester und dem 18-jährigen Gastbruder zusammenleben.

Arbeiten wird sie parallel in zwei Institutionen, und zwar im Instituto Nacional de Biodiversidad, das im Umwelt- und Ressourcenschutz tätig ist, und im Parque Ecologico del Sisterna Nacional de Areas de Conservacion. „Meine Aufgaben werden darin bestehen, mich um die Natur und die Tiere im Park zu kümmern, im botanischen Garten zu helfen“, so Luca-Luisa Johannemann. Eventuell könne sie später auch Führungen durch den Park übernehmen“, freut sich die Hollenstederin.

Schön sei auch, dass ein Mädchen aus Deutschland am gleichen Projekt wie sie arbeiten werde und in der gleichen Provinz wohne. Ein Ansprechpartner der ICJA sei ebenfalls vor Ort.

Die erste große Reise allein

„Aufgeregt bin ich schon“, gibt Luca-Luisa Johannemann zu. Es ist ihre erste große Reise, die sie außerhalb der Schule und ohne Eltern unternimmt. Nun steht bald der 13-stündige Flug nach Costa Rica an. Wenn sie dort ankommt, muss sie die Uhr um 8 Stunden zurückdrehen.

Einen Trecking-Rucksack hat sie sich bereits besorgt und auch schon mal zur Probe gepackt. „Man muss ganz genau überlegen, was man für ein Jahr mitnimmt“, stellt sie fest.

In den vergangenen Wochen verbrachte sie viel Zeit mit ihren Freunden. Eine Abschiedsfeier wird es auch noch geben. Und dann heißt es Aufwiedersehen. „Natürlich wird viel Neues auf mich zukommen, eine neue Umgebung, eine neue Sprache, neue Leute und neue Aufgaben“, sagt Luca Luisa Johannemann. Diese Herausforderung wolle sie meistern, das habe sie sich fest vorgenommen. Dabei sei ihr bewusst, dass sie dort auch eine Repräsentantin Europas sei.

Sie wird während ihres Auslandsjahres Verbindung zu ihrer Heimat und zum Bersenbrücker Kreisblatt halten, denn sie möchte in regelmäßigen Abständen über ihre Erfahrungen berichten.


Ein großer Teil der Kosten für den Aufenthalt von Luca-Luisa Johannemann wird von der Organisation „ ICJA Freiwilligenaustausch weltweit übernommen, die in mehr als 40 Ländern weltweit Freiwillige für ein Jahr in Projekten im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich unterstützt. Der Freiwilligendienst wird zwar vom Staat finanziell gefördert, das Geld reicht aber nicht aus, um alle die Kosten zu decken. Daher musste Luca-Luisa Johannemann einen Spendenkreis aufbauen, um für die Kosten des Fluges und der Betreuung aufzukommen. Wer das gesellschaftliche Engagement von Luca-Luisa Johannemann unterstützen möchte, erfährt mehr unter www.icja.de

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