Feuerwehren berieten Samtgemeinde Fürstenau: Woher das Wasser zum Löschen nehmen?

Von Jürgen Schwietert

Die Feuerwehrführung der Samtgemeinde Fürstenau informierte sich über die Möglichkeit, die Zisterne auf dem ehemaligen Kasernengelände für die Löschwasserentnahme zu nutzen. Foto: Jürgen SchwietertDie Feuerwehrführung der Samtgemeinde Fürstenau informierte sich über die Möglichkeit, die Zisterne auf dem ehemaligen Kasernengelände für die Löschwasserentnahme zu nutzen. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Der fehlende Regen, die Hitze und die damit verbundene Wasserknappheit führt zu Einschränkungen. So bittet der Wasserverband, möglichst kein Wasser zum Löschen aus dem Leitungsnetz zu nehmen. Jetzt geht es für die Feuerwehr darum, andere Quellen zu erschließen.

Löschwasserbrunnen sowie Teiche und Fließgewässer müssen genutzt werden. Das hat auch der Feuerwehr Oldtimer Club Fürstenau (FOCF) erkannt. Er verfügt in einer Halle auf dem Gelände des Ferien- und Freizeitparkes Fürsten Forest zum einen über mehrere voll einsatzfähige Tanklöschfahrzeuge, die er für die Löschwasserversorgung im Einsatzfall bereit stellt und die nach der Alarmierung umgehend ausrücken können. Zum anderen befindet sich auf dem ehemaligen Kasernengelände im alten Munitionsdepot eine Zisterne, die mit Hilfe einer Tauchpumpe gespeist wird. Sie beinhaltet 300 Kubikmeter Wasser, die im Bedarfsfall bereitstehen.

Alte Zisterine auf dem ehemaligen Kasernengelände

Bei einem Ortstermin nahmen Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, der Führung der Samtgemeindefeuerwehr sowie Vertretern des Feuerwehr Oldtimer Clubs das Gelände in Augenschein und berieten über die Art und Weise der Nutzung. „Wir sind dem FOCF dankbar, dass er uns auf diese Möglichkeit hingewiesen hat, die Löschwasserversorgung zu sichern, zumal die Löschwasserversorgung über den Wasserverband etwas eingeschränkt ist“, betonte Benno Trütken verbunden auch mit einem Dankeschön an das Team vom Ferien- und Freizeitpark Fürsten Forest.

Waldbrandgefahr bleibt

Benno Trütken geht weiterhin davon aus, das die Waldbrandgefahr in der nächsten Zeit nicht zurück gehen wird. Und so sei es gut, dass es auf dem Gelände Ferien- und Freizeitpark mit den zahlreichen Waldflächen eine sichere Löschwasserversorgung gebe. Darüber freute sich auch Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen. Es sei gut, diese Wasserversorgungsmöglichkeit in der Hinterhand zu haben. „Im Notfall werde diese Wasserversorgung berücksichtigt“, erklärte er. Wie Reiner Berndsern weiter mitteilte, werde die Zahl der Löschwasserbrunnen in der Samtgemeinde in den nächsten Jahren ausgebaut. Ein weiteres Thema des Treffens war Entnahme von Löschwasser aus Wasserläufen und Teichen als weitere Option.

Gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr

Darüber hinaus machte der Vorsitzendes FOCF, Ulrich Heyer, deutlich, dass sich sein Verein auf die Fahne geschrieben habe, die Samtgemeinde nach Kräften zu unterstützen. Der FOCF würde gerne die Pflege der historischen Löschfahrzeuge übernehmen. Sichergestellt werden müsse aber die Zulassung und Versicherung der Fahrzeuge. „Wir wollen eng mit den Feuerwehren zusammen arbeiten. Ich denke, dabei sind wir auf gutem Wege“, so Ulrich Heyer.

Lob gab es im Vorfeld bereits vom ehemaligen Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Hans Rösner. Er habe noch nie eine so eine gute Kooperation zwischen einem historischen Verein und der aktiven Feuerwehr erlebt


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