Ein Gefängnis ohne Trinkwasser Schwagstorfer Jäger retten Rehkitz aus Hühnergehege

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Schwagstorf. Kurioser Einsatz: Die Schwagstorfer Jäger haben eine Rehmutter und ihr Kitz aus einem Hühnergehege gerettet. Die beiden Tiere waren auf die eingezäunte Wiese geraten und fanden allein nicht zurück in die Freiheit. Das Problem: In ihrer Gefangenschaft gab es kein Trinkwasser.

Zu einem außergewöhnlichen Rettungseinsatz sind nach eigenen Angaben die Schwagstorfer Jäger gerufen worden.

Wie die Waidmänner berichten, hatte sich in die eingezäunte Hühnerwiese von Eckhard Thale an der Voltlager Straße eine Rehmutter mit ihrem Kitz verirrt und war hoffungslos darin gefangen. Doch nicht allein die unfreiwillige Gefangenschaft war ein Problem: Da sich auf dem Gelände keine Wasserstelle befindet, drohten die beiden Tiere elendig zu verdursten.

Schießen oder treiben?

Joachim Feye alarmierte seine Jagdkollegen, die sich daraufhin am frühen Morgen auf den Weg zum Hühnergatter machten. „Wir standen vor der Wahl: Schießen oder treiben? Im Gatter hätten die Ricke und ihr Kitz ohne Wasser nicht lange überlebt“, beschreibt Aloys Reinermann die vertrackte Lage.

Die Jäger entschieden sich für das Treiben. Zunächst sicherten sie die Voltlager Straße ab. Gemeinsam mit den Angestellten der Firma Thale schafften sie es nach geraumer Zeit, die Ricke in eine Ecke der Wiese zu treiben, wo sich ein Tor befand. Mit einem Satz war das Reh draußen und sprang davon. Das Kitz blieb völlig erschöpft zurück. Behutsam fingen sie das verängstigte Tier ein und brachten es an die Stelle, wo die Mutter zuletzt gesehen wurde. Die Jäger gehen davon aus, dass die beiden inzwischen wieder glücklich vereint sind.


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