Blick in die Gefängniszelle Ferienkinder zu Besuch in der Fürstenauer Polizeistation

Von Catharina Hövermann

Probesitzen im Streifenwagen: Die Fürstenauer Ferienkinder nahmen beim Besuch in der Polizeistation natürlich auch das Polizeiauto genau unter die Lupe. Foto: Catharina HövermannProbesitzen im Streifenwagen: Die Fürstenauer Ferienkinder nahmen beim Besuch in der Polizeistation natürlich auch das Polizeiauto genau unter die Lupe. Foto: Catharina Hövermann

Fürstenau. 13 kleine Polizisten haben jetzt bei einer Ferienspaßaktion die Polizeistation in Fürstenau besucht.

Einige Ferienkinder brachten schon reichlich Diensterfahrung mit. Viele hatten bereits eine Polizeiaktion in der Grundschule oder im Kindergarten miterlebt. Andere bekamen durch Familie und Verwandte regelmäßig Informationen über diesen spannenden Beruf.

Bei der Polizeistation wurden die Ferienkinder von Polizeioberkommissarin Sabine Trimpe empfangen. Sofort fielen den Kindern bei der Kommissarin die zwei weißen Sterne auf den blauen Schulterklappen der Uniform auf. Die Polizistin erklärte, dass die Sterne die Amtsbezeichnung des gehobenen Polizeivollzugdienstes anzeigen. So erhält ein Polizeikommissar einen Stern, ein Polizeioberkommissar zwei Sterne und Polizeihauptkommissare können je nach Dienstalter und Erfahrungszeit drei Sterne oder mehr sammeln. Was für eine tolle Form der Anerkennung!

Danach führte Trimpe die Kinder in das Büro der Polizeistation. Hier können Anzeigen aufgenommen, Zeugenaussagen gemacht oder Vermisstenaufrufe gestartet werden. Über eine Fernsprechanlage gehen hier wichtige Meldungen über Unfälle und Strafvorgänge ein. Auch Gespräche zwischen Polizisten im Polizeiauto können mitgehört werden. So entgehen dem Team keine wichtigen Informationen und Hinweise.

Als Nächstes durften die Ferienkinder die Waffen, die Munitionen und Handschellen im Tresor anschauen. Die Kommissarin legte zwei Kindern die Handschellen an. „Und wie kommen wir da jetzt wieder raus?“, fragten die Kinder. So fühlt es sich also als Gefangener an!

Natürlich wollten die Kinder auch das Polizeiauto sehen. Vorher stand aber noch die Alkoholkontrolle an. Also heißt es auch hier: Einmal pusten bitte! Das Ergebnis des Alkomats: 0,0 Prozent. Auch die kugelsicheren Schutzwesten der Polizisten wurden von den Kindern getestet. Die Kinder stellen fest: Die Schutzwesten sind ziemlich schwer! In der Weste sei ein mehrschichtiges Glasfasergewebe, das das Geschoss bei entsprechender Entfernung aufhalten könne, so die Kommissarin. Mit Polizeimütze und Schutzweste stiegen einige Kinder in das Polizeiauto. So sehen richtige Polizisten aus! Im Anschluss durften die Kinder noch die Gefängniszelle besichtigen. Hier werden die Insassen nur kurzzeitig gefangen gehalten.

Zum Schluss bekam jedes Kind noch einen eigenen Polizeiausweis mit seinem Fingerabdruck. So gehören sie jetzt offiziell der Kinderpolizei an! Außerdem überreichten Sabine Trimpe den Kindern eine kleine Polizeimütze zum Nachbasteln und sogar schon Bewerbungsunterlagen für die Polizeiausbildung. Was die Kinder an dem Polizeiberuf so interessant fanden? „Man kann Verbrecher jagen und für Gerechtigkeit sorgen“, erklärt ein Kind.


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