Kirchenführer in Sellberg-Kapelle Ein Ort der Einkehr und Stille für die Fürstenauer

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Pastorin Anke Kusche (Dritte von rechts) mit den ehrenamtlichen Kirchenführern: Heinrich Bote, Petra Oldenhage, Friedhelm Esch, Hannelore Langhans, Kurtjoachim Pulter, Heike Horak, Heinz Fischer, Laura Hochlow, Martina Dathe. Es fehlen Jochen Heckmann und Anne Leis.Foto: Kohrmann-UnfeldPastorin Anke Kusche (Dritte von rechts) mit den ehrenamtlichen Kirchenführern: Heinrich Bote, Petra Oldenhage, Friedhelm Esch, Hannelore Langhans, Kurtjoachim Pulter, Heike Horak, Heinz Fischer, Laura Hochlow, Martina Dathe. Es fehlen Jochen Heckmann und Anne Leis.Foto: Kohrmann-Unfeld

Fürstenau Die ehrenamtlichen Kirchenführerinnen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Georg Fürstenau haben gemeinsam mit Pastorin Anke Kusche einen Ausflug zur nahe gelegenen Sellberg-Kapelle unternommen.

Dort erwartete sie Maria Kohrmann-Unfeld, eine der vielen Ehrenamtlichen, die sich im Jahreslauf um den geschichtsträchtigen Ort kümmern. Sie ging auf die Entstehungsgeschichte der vor knapp 150 Jahren von der Familie Hengeholt errichteten Kapelle ein mit den 14 Kreuzweg-Stationen, die in künstlerisch wertvollen Steinbildern vom Leiden und Sterben Christi erzählen. Seit 1965 befindet sich der Kreuzweg im Besitz der katholischen Kirchengemeinde St. Katharina Fürstenau.

Zeichen der Ökumene

Als kleines Zeichen der Ökumene wies Kohrmann-Unfeld auf die Engelsfigur im Giebel der Kapelle hin, die von der evangelischen Familie Brockmeyer aus Fürstenau gestiftet wurde, nachdem die Originalstatue vor etlichen Jahren spurlos verschwunden war.

Seit vielen Jahren kommen Menschen zum Sellberg, um dort den Kreuzweg zu beten und um Hoffnung und Trost zu finden. Das „Nach-Gehen“ des Leidensweges Jesu ist seit dem 4. Jahrhundert belegt, und um 1700 wurde die Tradition von Jerusalem auch im Abendland übernommen. So ging Maria Kohrmann-Unfeld mit der Gruppe von Station zu Station und las zu jedem Bild eine kurze Meditation.

Versteckt an der B214

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von dem besonderen Ort der Einkehr und Stille, der ganz versteckt unter hohen Bäumen direkt an der B 214 liegt. „Nun wohne ich schon so lange in Fürstenau und habe erst jetzt diese Kapelle entdeckt“, staunte Pastorin Anke Kusche.

Vor elf Jahren wurden die „offenen Türen“ in St. Georg eingeführt, und jeweils ein ehrenamtlicher Kirchenführer ist von Ostern bis zum Erntedankfest während der Öffnungszeiten freitags und samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Kirche anwesend. Die Kirchenführer wurden eigens geschult und können Besuchern bei Bedarf Auskunft zur wechselvollen Geschichte der früheren Marktkirche geben.

Einmal im Jahr unternimmt diese Gruppe einen Ausflug und besichtigt andere Kirchenräume im Umkreis, wie zum Beispiel auch das Kolumbarium in Osnabrück. pm


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