Schäden durch Streumittel Fachfirma begutachtet marode Straßen in Berge

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Die Straßenschäden, die das Streumittel Kainit auf einigen Straßen in Berge verursacht hat, sollen behoben werden. Eine Fachfirma soll zunächst die Kosten für die Reparatur ermitteln. Symbolfoto: dpaDie Straßenschäden, die das Streumittel Kainit auf einigen Straßen in Berge verursacht hat, sollen behoben werden. Eine Fachfirma soll zunächst die Kosten für die Reparatur ermitteln. Symbolfoto: dpa

Berge. Das Streumittel Kainit hat in einigen Straßen im Berger Gemeindegebiet hässliche Spuren hinterlassen. Die sollen nun endlich verschwinden.

Auf Antrag der CDU-Fraktion beschäftigten sich Bau- und Planungsausschuss sowie der Berger Gemeinderat in den jüngsten Sitzungen mit einem Thema, das die Anwohner der betroffenen Straßen und Ratsmitglieder schon einige Jahre umtreibt. Es sei schon mehr als zehn Jahre her, so schätzt Bürgermeister Volker Brandt, dass in einem recht milden Winter das Düngemittel Kainit als Streumittel zum Einsatz gekommen ist. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich. Das Mineral, das hauptsächlich als Weidedünger in der Landwirtschaft genutzt wird, ist als Streumittel zugelassen. Im Vergleich zu herkömmlichen Auftaumitteln aus Kochsalz hat es den Vorteil, dass mit Kainit gestreute Straßen und Wege länger eisfrei bleiben. Es muss also nicht so häufig gestreut werden.

Allerdings hat das Kainit in einigen Straßen die Pflastersteine beschädigt. „Die Steine haben auf das Kainit reagiert“, sagte Bürgermeister Brandt in der Gemeinderatssitzung. Dadurch ist die Oberfläche der Betonsteine aufgebröselt. Im Laufe der Jahre hat sich der Zustand der angegriffenen Steine durch Witterungseinflüsse weiter verschlechtert.

Am größten sind die Schäden im Bereich Holthöchte in Grafeld sowie in der Höfener-Esch-Straße, in der bereits vor einigen Jahren der Großteil der beschädigten Pflasterung erneuert worden ist. Für diese beiden Straßen hatte die CDU-Fraktion die Beseitigung der Schäden beantragt. Im zuständigen Fachausschuss kam man überein, dass auch in der Straße Hoher Esch Handlungsbedarf bestehe.

Die Mitglieder des Gemeinderates beschlossen einstimmig, dass eine Fachfirma nun die Schäden in den drei Straßen begutachten soll. „Ein Ingenieurbüro soll darlegen, was das kostet und wo es am dringendsten ist“, sagte Brandt.

Die Kosten für die Bauarbeiten müssten übrigens komplett aus der Gemeindekasse finanziert werden. Denn der Hersteller der Pflastersteine ist nicht für die Schäden haftbar zu machen. Und auch die Anwohner müssen sich nicht an den Kosten beteiligen, weil es sich bei der Beseitigung der optischen Mängel nicht um eine Straßensanierung handelt, für die Anliegerbeiträge eingezogen werden können.


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