Warten auf Förderzusage Bippens neue Turnhalle soll 2020 fertig sein

Von Mirko Nordmann

An die alte Turnhalle möchte die Gemeinde Berge eine neue bauen. 1,5 Millionen Euro soll das Bauprojekt kosten. Foto: Jürgen AckmannAn die alte Turnhalle möchte die Gemeinde Berge eine neue bauen. 1,5 Millionen Euro soll das Bauprojekt kosten. Foto: Jürgen Ackmann

Bippen. Weil der Deutsche Bundestag in Berlin erst vor wenigen Wochen den Bundeshaushalt für das laufende Jahr beschlossen hat, ist noch ungewiss, ob die Gemeinde Bippen einen Zuschuss für den geplanten Turnhallenneubau bekommt.

Nachdem der Fürstenauer Samtgemeinderat in seiner März-Sitzung beschlossen hatte, dass die Samtgemeinde den Hallenneubau mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt, wartet die Gemeinde Bippen nun auf eine Nachricht vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems, ob sie denn mit 500.000 Euro aus dem Zile-Fördertopf (Zuwendungen zur integrierten Entwicklung) rechnen darf.

Doch an der zuständigen ArL-Geschäftsstelle in Osnabrück hakt es nicht. Wie Bippens Bürgermeister Helmut Tolsdorf erklärte, liegen die Gründe für die Hängepartie in der Bundeshauptstadt. Nach der langwierigen Regierungsbildung hat der Bundestag erst Anfang Juli den Haushalt für 2018 verabschiedet. Bis dahin galten die grundgesetzlichen Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung, durch die die Regierung nur Ausgaben leisten darf, die notwendig sind, um die Verwaltung aufrechtzuerhalten und rechtliche Pflichten zu erfüllen.

Daher fehlten in dem Zile-Fördertopf, der normalerweise mit Geldern von Land, Bund und EU gefüllt ist, die Bundesmittel. Und deshalb mussten viele Förderanträge von Kommunen und privaten Antragstellern bislang vom ArL abgelehnt werden, wie Uwe-Heinz Bendig, Dezernatsteilleiter in der ArL-Geschäftsstelle Osnabrück auf Anfrage erklärte. So hatten auch die Gemeinden Voltlage (für die Dorferneuerung), Kettenkamp (für den Sporthallenbau) und Eggermühlen (für die Sporthallenerweiterung) vergeblich auf Fördermittel gehofft.

Der Förderantrag der Gemeinde Bippen liegt derzeit noch beim ArL. Sollten die Bundesmittel also bald in den Fördertopf fließen, könnte doch noch Geld für den Turnhallenneubau fließen. Allerdings kann Uwe-Heinz Bendig nicht ausschließen, dass die Förderzusage an zeitliche Fristen geknüpft ist. Sollte Bippen das Geld nur unter der Auflage erhalten, dass der Turnhallenbau noch in diesem Jahr beginnen müsste, stecke die Gemeinde in der Bredouille. Weil das zeitlich kaum zu schaffen sein wird, müsste die Gemeinde bis zum 15. September 2018 einen erneuten Förderantrag für das kommende Jahr stellen.

Planung geht weiter

Auch darauf ist man in Bippen vorbereitet. „Ich habe schon beim Neujahrsempfang darauf hingewiesen, dass das in 2018 ein Riesenproblem werden kann“, sagt Bürgermeister Tolsdorf. Die Gemeinde will unabhängig von einer Antwort des ArL das Planungs- und Genehmigungsverfahren für das gut 1,5 Millionen Euro teure Bauprojekt weiter vorantreiben. Sollte die Gemeinde einen neuen Antrag für das kommende Jahr stellen müssen, könnten sofort die Ausschreibungen erfolgen, sobald ein positiver Förderbescheid vorliegt.

Tolsdorf bleibt optimistisch, dass die neue Turnhalle in 2020 fertig wird. „Wir haben im Rat gesagt, dass die Halle noch in dieser Wahlperiode in Betrieb gehen kann – und am besten nicht erst auf den letzten Drücker.“


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