Fürstenauer Damm wird gesperrt Berger Förderanlagenbauer Segler baut neue Produktionshalle

Von Mirko Nordmann


Berge. Nach vierjähriger Planungsphase geht es am Montag los: Bei der Segler-Förderanlagen-Maschinenfabrik in Berge beginnen am Montag die Bauarbeiten für eine neue Produktionshalle. Ab dann ist auch der Fürstenauer Damm für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Halle 5 auf dem Werksgelände des Förderanlagen-Herstellers Segler ist wie leer gefegt. Im wahrsten Wortsinn, denn die Tage der Produktionshalle, die in den 1970er-Jahren errichtet worden ist, sind gezählt. Sie wird in der kommenden Woche abgerissen, um Platz zu schaffen für den Neubau einer großen Produktionshalle, die sich flächenmäßig außerdem über die bestehende Halle 6 erstrecken wird. Auch die alte Halle 6 wird im kommenden Frühjahr verschwinden. Doch bis dahin wird sie noch zu Produktionszwecken benötigt.

„Wir machen eine Operation am offenen Herzen“, beschreibt Segler-Gesellschafter Karsten Quint das Bauprojekt, das während des laufenden Produktionsprozesses realisiert werden soll, ohne dass die alltäglichen Abläufe behindert werden. Daher waren umfangreiche Vorbereitungen und Planungen für die laut Karsten Quint „größte Investition der vergangenen 40 Jahre“ immens wichtig. Kein Wunder also, dass sich die Verantwortlichen bereits seit vier Jahren gedanklich mit dem Projekt beschäftigen.

So wird die neue Produktionshalle der Firma Segler aussehen. Skizze: Ingenieurbüro Bohmann GmbH

Dort, wo jetzt noch die Hallen 5 und 6 stehen, soll eine topmoderne Produktionshalle entstehen. Zwölf Meter hoch – im vorderen Teil sogar 20 Meter – wird die Halle in Stahlrahmenkonstruktion, die 3100 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Eine große Glasfassade an der Südostseite sorgt für reichlich Sonnenlicht in der Halle. Für Karsten Quint steht die gläserne Front sinnbildlich für die Transparenz nach innen und außen als wichtiger Aspekt der Firmenphilosophie.

Die neue Halle bietet die Chance, die Betriebsabläufe und die Logistik zu verbessern. Ohne Engstellen gibt es künftig klare Verkehrswege und Abstellplätze. So können Lieferzeiten verkürzt werden. Im Vorbau können große Anlagen mit einer Höhe von bis zu 20 Metern zusammengebaut werden. Auch die Mitarbeiter profitieren von der neuen Halle: durch bessere Licht- und Luftverhältnisse sowie einen Lastenkran und einen glatten Fußboden, der auch die Reparaturen von Flurtransportern und Staplern reduzieren soll.

Innerhalb von zwei Wochen soll die Halle 5 entkernt, abgerissen und der Bauschutt entsorgt sein, damit im August die Erdarbeiten für die neue Halle beginnen können. Wenn alles im Zeitplan bleibt, soll der erste Teil der neuen Halle im November dieses Jahres fertig sein, sodass die Mitarbeiter der Endmontage von der Halle 6 in die neue Halle umziehen können. Im Frühjahr 2019 soll dann die Halle 6 abgerissen werden und der zweite Bauabschnitt für die neue Halle beginnen. „Im Sommer 2019 soll die neue Halle komplett stehen“, sagt Karsten Quint, der bei der Planung mit dem Ingenieurbüro Bohmann aus Berge als auch bei der Bauausführung auf Firmen aus der Region setzt.

Bis dahin soll auch die neue Straße fertig sein, über die Autofahrer künftig aus Richtung der Bippener Straße und Friedrich-Segler-Straße zur Straße Upberg oder in Richtung Sipe und Schockländer Straße gelangen.

Im Zuge dessen soll die Bippener Straße im Bereich der Einmündung der Friedrich-Segler-Straße eine Linksabbiegerspur bekommen. Mit Beginn der Bauarbeiten für die neue Produktionshalle wird ab Montag ein Teil des Fürstenauer Damms dem Betriebsgelände zugeschlagen und daher für den Durchgangsverkehr gesperrt. Damit können Lastwagen sicherer be- und entladen werden. Außerdem bietet die Erweiterung des Betriebsgeländes in östliche Richtung freie Kapazitäten für die zukünftige Entwicklung des Traditionsunternehmens.