zuletzt aktualisiert vor

Aushilfen fehlen Neuer Pächter für Eiscafé Etna in Berge gesucht

Von Mirko Nordmann

Das Eiscafé Etna ist seit mehr als 30 Jahren eine Institution in Berge. Michael Schulte hofft, dass er einen geeigneten Nachfolger für die Eisdiele an der Hauptstraße findet. Foto: Mirko NordmannDas Eiscafé Etna ist seit mehr als 30 Jahren eine Institution in Berge. Michael Schulte hofft, dass er einen geeigneten Nachfolger für die Eisdiele an der Hauptstraße findet. Foto: Mirko Nordmann

Berge. Seit 25 Jahren führt Michael Schulte das Eiscafé Etna an der Hauptstraße in Berge. Nun sucht er jemanden, der das Geschäft weiterführt.

Das Eiscafé Etna an der Hauptstraße 17 in Berge ist eine Institution im Ort. Vor 32 Jahren eröffnete Giuseppe „Pino“ Rabuazzo die Eisdiele und versorgte sieben Jahre lang nicht nur die Berger mit selbst gemachten Eisspezialitäten. Michael Schulte arbeitete schon damals im Eiscafé mit und erlernte schließlich von Rabuazzo die Geheimnisse der Speiseeisherstellung, um letztlich das Eiscafé weiterzuführen.

Seitdem sind 25 Jahre ins Land gezogen. Das Eiscafé läuft immer noch gut – gerade in diesem Sommer, in dem die warmen Temperaturen ständig Lust auf Eis machen. „Die Saison könnte kaum besser sein“, sagt auch Michael Schulte, der sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen kann.

Doch genau das ist das Problem. Weil es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden ist, Aushilfen für das Eiscafé zu finden, ist Michael Schulte häufig auf sich allein gestellt. Meist hat er nur am Wochenende Unterstützung. Daher hatte er vor zwei Jahren den Betrieb auf Selbstbedienung umgestellt. Die Kunden waren allerdings nicht so angetan davon, ihren Eisbecher an der Theke zu ordern und selbst an den Tisch zu tragen und anschließend das Geschirr in bereitgestellte Gitterwagen zu stellen.

In der Hochsaison steht Michael Schulte 12 bis 15 Stunden im Laden, an jedem Wochentag. Bevor das Eiscafé um 11 Uhr öffnet, muss alles sauber gemacht werden. Bis 21.30 Uhr ist der Laden geöffnet. Doch außerdem muss noch frisches Eis produziert werden, und die Buchführung will auch erledigt sein. Da bleibt wenig Zeit für Familie und Freizeit. „Ich habe gemerkt: Ich muss was ändern“, sagt Michael Schulte, der die Eisdiele elf Monate im Jahr geöffnet hat. Nur im Dezember ist das Eiscafé einen Monat lang geschlossen. Daher möchte der 49-Jährige gerne den Betrieb an einen Nachfolger abgeben, um mehr Zeit für sich und die Familie zu haben.

Die Berger müssen aber keinen akuten Eisengpass fürchten. Denn mindestens bis zum Jahresende will Michael Schulte weitermachen – vielleicht auch länger, wenn sich bis dahin noch kein passender Nachfolger gemeldet hat. „Ich hoffe, dass ich jemanden finde, der es gerne weitermacht“, sagt Michael Schulte. Einige Rückmelden hat er schon bekommen. „Interesse haben einige, aber keiner möchte etwas für die Einrichtung geben.“ Und in die hat der Pächter erst vor einigen Jahren kräftig investiert. 2015 hat er eine neue Eisvitrine für 24 Eissorten angeschafft. Außerdem will er die restliche Inneneinrichtung und die für die Eisherstellung notwendigen Maschinen natürlich gerne ebenfalls an einen Nachfolger verkaufen.

„Das Eiscafé hatte immer einen guten Ruf. Das wird das Problem für den Nachmieter sein“, sagt Michael Schulte nicht ohne Stolz, dass sein selbst gemachtes Eis viele Freunde im nördlichen Osnabrücker Land und im Emsland hat.