2016 eigene Firma gegründet Fürstenauer Ehepaar gestaltet Gartendeko aus Stahl

In ihrem Element: Susanne und Dirk Chabalowitz.Foto: Niklas ChabalowitzIn ihrem Element: Susanne und Dirk Chabalowitz.Foto: Niklas Chabalowitz

Fürstenau. Ganz einfach ist das Haus von Susanne und Dirk Chabalowitz nicht zu finden. Es liegt an der Straße „Am Bahndamm 14“ in Fürstenau, die eine Sackgasse ist. Wer hierher kommt, ist nicht auf Durchreise. Er interessiert sich für die Gabionen, Gartenleuchten oder Grillsäulen des Ehepaares. SD Stahldesign heißt deren Firma.

Seit Oktober 2016 gibt es die kleine, aber feine Unternehmung. Entstanden ist sie aus einem Mangel heraus. Susanne und Dirk Chabalowitz wollten ihren Garten neu gestalten und zusätzlich mit nützlichen sowie dekorativen Elementen bereichern. Zwar gibt es da inzwischen eine stattliche Industrie, die sich auf Gartenaccessoires spezialisiert hat, die vor allem in Bau- und Gartenmärkten ihre Abnehmer finden. „Ich wollte aber etwas anderes“, so Susanne Chabalowitz. Das übliche Einerlei habe ihr einfach nicht zugesagt. Also machte sich die technische Zeichnerin daran, selbst Designs für Blumenschalen aus Stahl, Beleuchtungselemente oder dekorative Kugeln aus Drahtgeflecht zu entwickeln. Da war es praktisch, dass sich ihr Mann von Berufs wegen mit Stahl und Schweißen auskennt und die Ideen von Susanne Chabalowitz umsetzen konnte. Also beschloss das Ehepaar, SD Stahldesign zu gründen.

Gabionen im Baukasten-System

Ob Gabionen mit Rost-Patina im Baukasten-System, ob Pyramiden mit wetterfester LED-Beleuchtung oder markante Weihnachtssterne, die ebenfalls strahlen – alles ist in handgeschweißter Wertarbeit entstanden, wie Dirk Chabalowitz betont. Es würden so nur Einzelstücke entstehen – kein Exemplar gleiche dem anderen bis ins letzte Detail. Eine saubere Ausführung beim Schweißen, Plasmaschneiden oder Flexen sei selbstverständlich, heißt es ergänzend dazu in einer Broschüre, mit der das Ehepaar für seine Produkte wirbt. Auch spart das Zwei-Mann-Unternehmen nicht am Material. Es sei stärker als in der Regel üblich und habe den Vorteil, dass es mindestens zehn Jahre halte, erklärt Dirk Chabalowitz. Das habe zwar seinen Preis, unterscheide sich dann aber auch in der Anmutung von anderen Produkten.

Kursangebot bei der Volkshochschule

Mit ihren Erzeugnissen, die Namen wie „Kairo“ (Pyramiden) „Globus“ (Kugeln) oder „Rimini“ (Gartentisch mit Gabionenunterlage) tragen, sind Susanne und Dirk Chabalowitz inzwischen auch auf Märkten unterwegs – beim Bauernmarkt in Settrup, bei den Gartenträumen in Cloppenburg oder beim Mittsommerfest auf der Schlossinsel in Fürstenau. Langsam erarbeitet sich das Ehepaar so einen Namen. Via Volkshochschule bieten die beiden zudem im August/September noch einen besonderen Service an. Teilnehmer eines zweitägigen Kurses können lernen, wie sie mittels einer Schablone ein Motiv – beispielsweise den eigenen Namen – dekorativ in eine Stahlplatte brennen können. Den können sich Kunden natürlich auch von Dirk Chabalowitz anfertigen lassen.

Wer die Produkte näher unter die Lupe nehmen will, ist am Bahndamm 14 richtig. Dort sind im großen Garten des Ehepaares viele Ausstellungsstücke zu sehen – so, wie Susanne Chabalowitz sie mag.


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