Einigung mit Heimatverein Gemeinde Berge kauft Heimathaus-Grundstück

Von Mirko Nordmann

In zentraler Ortslage in Berge steht das Heimathaus. Das Grundstück wird nun die Gemeinde kaufen und dem Heimatverein in Erbpacht überlassen. Foto: Jan Ackmann/ArchivIn zentraler Ortslage in Berge steht das Heimathaus. Das Grundstück wird nun die Gemeinde kaufen und dem Heimatverein in Erbpacht überlassen. Foto: Jan Ackmann/Archiv

Berge. Die Gemeinde Berge wird das Grundstück, auf dem das Heimathaus steht, kaufen. Das sagte Berges Bürgermeister Volker Brandt am Mittwoch in der Sitzung des Gemeinderates. Allerdings bleibt die finanzielle Lage der Gemeinde angespannt.

Schon im vergangenen Dezember hatte der Berger Gemeinderat beschlossen, das Grundstück im Ortszentrum direkt an der Kreuzung Hauptstraße/Bippener Straße vom Eigentümer Heiner Borgmann zu kaufen. Der Heimatverein, dem Borgmann das Heimathaus-Grundstück in Erbpacht überlassen hat, sollte sich mit der Hälfte des Kaufpreises beteiligen und dafür künftig von der Zahlung des Erbbauzinses befreit werden. Daraufhin hatten sich die Heimatfreunde dazu entschlossen, das Grundstück selbst kaufen zu wollen. Dafür wünschten sie sich einen Zuschuss der Gemeinde.

Wie Volker Brandt in der Ratssitzung nun mitteilte, hat sich die Gemeinde mit dem Heimatverein geeinigt. Demnach verzichtet die Gemeinde auf eine finanzielle Beteiligung des Heimatvereins, der ursprünglich knapp die Hälfte des Kaufpreises hätte übernehmen sollen. Stattdessen zahlt der Verein weiterhin den Erbbauzins – nur künftig an die Gemeinde als neuen Grundstücksbesitzer.

Wie der Bürgermeister in seinem Bericht weiter mitteilte, hat der Landkreis Osnabrück den Gemeindehaushalt für das laufende Jahr genehmigt. Der Etat weist ein Defizit von 50000 Euro aus. Daher habe der Landkreis die Gemeinde aufgefordert, nach Möglichkeiten zu suchen, um den Fehlbetrag zu senken oder den Haushalt doch noch auszugleichen, so Brandt.

Ebenfalls liegt der Haushaltabschluss für das Jahr 2017 vor. Und hier fällt der Fehlbetrag weitaus höher aus als im Haushaltsplan prognostiziert. War man ursprünglich von einem Minus von 11300 Euro ausgegangen, beläuft sich der tatsächliche Fehlbetrag in der Abschlussrechnung auf 148880 Euro. Zwar hat die Gemeinde rund 54000 Euro weniger ausgegeben, dafür fielen die Einnahmen um 190000 Euro geringer aus als erhofft. Hauptgründe dafür seien Einbußen bei der Gewerbesteuer und den Konzessionsabgaben, erklärte Volker Brandt.

Rücklagen aufgebraucht

Nach den Fehlbeträgen in 2016 (41096 Euro) und 2017 (148880 Euro) seien die Rücklagen aufgebraucht. Da auch die Umlagezahlungen an die Samtgemeinde Fürstenau und den Landkreis Osnabrück den Etat stark belasten – in diesem Jahr rechnet die Gemeinde mit Umlagezahlungen in Höhe von knapp 2,09 Millionen Euro – schloss der Bürgermeister Steuererhöhungen für die kommenden Jahre nicht aus.

Straßensanierungen

Weiterhin teilte Brandt mit, dass die Börsteler Straße (Landesstraße 102) ab Oktober saniert werden soll. Ebenfalls im Oktober sollen die Ausbauarbeiten an der Kreisstraße 162 zwischen Hekese und Kettenkamp beginnen. Im Herbst sollen Rodungsarbeiten erledigt werden, sodass im Frühjahr 2019 mit dem Straßenausbau begonnen werden kann. Die Straße soll auf einer Länge von 3,3 Kilometern verbreitert werden. Außerdem wird ein Radweg angelegt. Der Ausbau der K162 soll mehr als 2,8 Millionen Euro kosten, 1,6 Millionen Euro übernimmt das Land Niedersachsen.


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