Übernimmt der Landkreis? CDU/FDP/CDW-Gruppe besucht IGS Fürstenau

Die Mitglieder der CDU/FDP/CDW-Gruppe haben die IGS Fürstenau besucht, um sich einen eigenen Eindruck über deren Zustand zu verschaffen. Foto: CDU/FDP/CDW-GruppeDie Mitglieder der CDU/FDP/CDW-Gruppe haben die IGS Fürstenau besucht, um sich einen eigenen Eindruck über deren Zustand zu verschaffen. Foto: CDU/FDP/CDW-Gruppe

pm Fürstenau. Auf Einladung der Kreistagsabgeordneten Jörg Brüwer und Frederik Gohmann besuchte die CDU-Kreistagsfraktion Osnabrück mit den Kollegen von FDP und CDW die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Fürstenau.

Schulleiter Jürgen Sander begrüßte die Gruppe und stellte die Schule vor. Die fast 50 Jahre alte Schule beschult fast 1400 Schüler. Die Schule sei momentan die einzige Schule im Landkreis Osnabrück, die regulär sowohl Sek I- als auch Sek II-Abschlüsse prüfe, heißt es in der Pressemitteilung der Gruppe. Natürlich durfte auch ein Hinweis auf das Alleinstellungsmerkmal, Voltigieren im Abitur abnehmen zu dürfen, nicht fehlen. Deutlich wurde, dass insbesondere die Pädagogik ein Argument für den Besuch der IGS Fürstenau ist.

Entscheidung über Trägerschaft?

Anders sieht es bei der baulichen Situation aus. Die Abgeordneten konnten sich hier ein Bild von dem über die Jahre angestauten Investitionsbedarf machen. Insbesondere die Situation im 5. und 6. Jahrgang sei nicht mehr zufriedenstellend und es bestehe Handlungsbedarf. Problem dabei: Träger der Integrierten Gesamtschule ist die Samtgemeinde Fürstenau. Diese könne alleine die finanzielle Last der Unterhaltung und des Investitionsbedarfs nicht stemmen und sei stets auf die Unterstützung des Landkreises angewiesen, heißt es weiter. „Die IGS Fürstenau ist immer in einer Sondersituation gewesen. Wir müssen hier Klarheit schaffen“, wird der Fraktionsvorsitzende Martin Bäumer zitiert. Originärer Träger des Sekundarbereichs II sei der Landkreis. In der Vergangenheit habe es hier viele Gespräche über eine Übertragung der Trägerschaft von der Samtgemeinde auf den Landkreis gegeben. Eine abschließende Entscheidung sei noch nicht gefallen, solle jetzt aber zeitnah erfolgen. Dadurch seien die notwendigen Sanierungen allerdings immer wieder verzögert worden.

„Wichtig, sich die Probleme vor Ort anzusehen“

„Wir werden diese Schule unterstützen. Aus Fürstenauer Sicht wäre eine Übernahme durch den Landkreis das Beste. In jedem Fall muss es aber einen fairen Ausgleich geben, der von Samtgemeinde und Landkreis getragen wird und der IGS zugute kommt“, so der Fürstenauer Kreistagsabgeordnete Frederik Gohmann. „Es ist immer wichtig, sich die Probleme vor Ort anzusehen“, waren sich Martin Bäumer und Jürgen Sander einig. Nur so schaffe man das Verständnis für das, worüber entschieden wird.

Im Anschluss fand die Gruppensitzung der Kreistagsabgeordneten statt, auf der die nächste Kreistagssitzung vorbereitet wurde.